Sette 1?. Die Kanalisierung von Pradl. Im „ Boten für Tirol und Vorarlberg " lesen wir folgende, auf die Kanalisierung von Pradl bezug habende Kundmachung der Bezirkshauptmannschajt Innsbruck: Die Stadtgemeinde Innsbruck hat bei der k. k. Statthaltern en Projekt betreffend eine Kanalanlage für Pradl mit Unterführung des SMstusseS im Zuge der Pradlcrstraße überreicht. Mit Erlaß der k. k. Statthalterei vom 3. März 1903, Zl. 6 » 939 sx 1907 wurde die k. k. Bezirkshauptmannschaft ermächtigt, die wasserrechtliche Verhandlung dmÄzuiühren. Die bezüglichen ProjektSpläne liegen bis zum Kommissionstage Hieramts, Amtszimmer Nr. 4, zur allgemeinen Einsicht aus. Bezüglich der Ausführung des BauprogrammeS wird bemerkt, daß auS mehrfachen sowohl finanziellen als bebauungStechmschen Gründen dermalen ausgeschlossen ist, den Vorflutkanal von der Reichenau bis an das zu entwässernde Gebiet zu führen; vielmehr muß als Vorfluter einstweilen der Sammler in der Dreihuligen und Zeughausgasse benützt werden. Dieser Sammler wird hiebei nicht überlastet, da er js an und für sich groß dimensioniert ist, überdies das wasserarme Bahnterritsrium einschließt und auch das vom Sammler k anzujchießende Gebiet erst in Ausbau begriffen ist, so daß bis zu dem Zeitpunkte, in welchem die Erbauung des Vorflutkanales sich als zweckentsprechend erweist, mit dieser provisorischen Lösung das Auslangen zu finden ist. Für den gedachten Zw ck ist eS notwendig, den Sillfluß unterhalb der Pradler Brücke mit einer Dückerleitung z « unterfahren. Diese Dückerleitung besteht ans 2 im Abstande 11 m von Mitte zu Mrtte liegenden schmiedTsernen genieteten Rohren von 500 mm lichter Weite. Zum Schutze gegen außenhin werden die Rohre mit einer 50 om starken Betonschichte umhüllt und überdies durch Spundwände gegen Unterspülung gesichert. Am Anfang und Ende der 40 in langen Leitung wird je ein Emsteig bezw. Spülschacht angeordnei. In diesen Schätzten wird der Übergang vom Kanalprofil zur Dückerle tung hergestellt; außerdem werden die nötigen Schieber zur Spülung eingebaut. Der am rechte « Ufer der Sill projektierte Schacht liegt ungefähr 15 m vom User zurück, so daß das Wider, ager der künftigen Brücke in keiner Weise berührt wird. Der link ufrige Schacht liegt 65 w flußabwärt vsm Brückenwiderlager und ist daher ebenfalls der Herstellung derselben Nicht im Wege.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 24. März 1908, S. 17, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8349-kanalprojekt-in-pradl-mit-unterfuehrung-des-sillflusses-beschlossen-1908).
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