Spieles verfolgte, jede gute Leistung mit großem Verfalle belohnend. Es Wäre ungerecht, die Lustenauer wegen des überlegenen Sieges der Einheimischen als minderwertige Mannschaft zu bezeichnen, gelang es ihnen doch am höchsten Tage trotz der Strapazen des vortägigen Wettspieles die recht gut spielenden Innsbrucker Mittelschüler glatt zu besiegen. Tatsächlich waren die Gäste eine aus lauter kräftigen jungen Spielern bestehende Mannschaft, welche flott und mit Routine ins Zeug ging und gutes Jönnen zeigte. Ter „ Fußball " Innsbruck aber bewies uns zum erstenmale ein mustergültiges Spiel; er hielt noch mehr, als er versprochen hatte, wenn auch noch manches besser werden muß. Der Verlauf des Spieles war in Kürze folgender: Die Innsbrucker hatten Anstoß und spielten die erste Halbzeit mit dem Winde im Rücken. Nach Beginn geht das Spiel etwa ,10 Minuten hin und her, bis ein langer, hoher Ball den Weg ins Tor der Gäste findet, den der Goalmann in der Meinung, der Ball werde daneben gehen, ruhig passieren ließ. Nun wurden die Gäste meist belagert, ohne daß das Spiel dadurch aber seinen offenen Charakter eingebüßt hätte. Dem raschen und ruhigen Spiele der Heimischen, ferner ihrer Schußfsicherheit war es zu danken, daß der Ball in der ersten Halbzeit noch weitere 5 mal im Tore der Gäste landete, so daß die erste Halbzeit mit 6: 0 zu Gunsten der hiesigen abschloß. Nach Seitenwechsel griffen die Lustenauer einigemale an und es gelang den Einheimischen in den ersten 20 Minuten nicht, einen weiteren Treffer zu erzielen, vielmehr hatte die Hintermannschaft vollauf zu tun, um sich der Angriffe der Lustenauer zu erwehren. Sie entledigte sich aber dessen in bester Weise. In den letzten 20 Minuten griffen die Innsbrucker wieder mächtig an und erzielten noch weitere 5 Goals, so daß das Spiel mit 11: 0 (nicht wie gestern berichtet mit 1: 0) zu ihren Gunsten abschloß. Das Spiel war sehr flott, es hatte einen sehr scharfen Charakter, ohne daß jemals die Grenzen des Erlaubten überschritten wurden; die faire sportliche Haltung beider Mannschaften ist lobend hervorzuheben. Der Innsbrucker Goalmann hatte wenig zu tun, denn er bekam einen einzigen, sehr gefährlichen Ball zu halten, wobei er seine hohe Klasse zeigte. Alle anderen Bälle wurden leicht seine Beute. Die ganze Hintermannschaft der Einheimischen leistete Gutes, wobei besonders der Centre - Halsback durch sein aufopferungsvolles, flottes Spiel auffiel; nur müßte er noch etwas mehr mit dem Vorspiele Zusammenarbeiten. Auch schien es uns, als ob der linke Back mit dem Abgeben des Balles oft zu lange zaudern würde. Der schwächste Punkt der Mannschaft ist die Stürmerreihe, in der eigentlich nur die drei Innenstürmer etwas leisteten, während bei den beiden Flügeln noch alles anders werden MUß, bevor diese ihren Posten ausfüllen können. Hier fehlt das Laufen und vor allen Dingen das richtige Verständnis für das rechtzeitige Abgeben und Centern des Balles. Tie Innenstürmer zeigten Schußsicherheit, gute Kombination und Schußvermögen. Die Leistung des Fußball Innsbruck ist nicht hoch genug anzuschlagen, umsomehr, als es den Gästen am Montag gelang, die recht grrt spielende Mittelschulmannschaft mit 1: 0 zu schlagen. Über dieses Wettspiel, welches am Ostermontag ebenfalls vor einem zahlreichen, sehr distinguierten Publikum stattfand, wäre folgendes zu berichten: Es war das Spiel zweier ziemlich gleichstarker Mannschaften, wobei aber doch die Lustenauer meist agressiv waren und dem Tore der MittelWller oft gefährlich wurden^ Das eine Goal errangen die Gäste in der 30. Minute durch einen schönen Centreball des linken Flügels, der von dem brillanten Centreforward unhaltbar eingesandt wurde. Die Mittelschüler wurden ein einzigesmal gefährlich, hatten aber dabei insoferne Pech, als ein vom linken Mügel prächtig eingebrachter Ball an der Goalstange abprallte. Recht gut war bei den Mittelschülern der Centresorward, der nur den Fehler eines zu ausgeprägten egoistischen Spieles hat. Teilweise wurde er auch zu stark gedeckt und fand an seinen Nebenmännern zu wenig Unterstützung. Etwas können wir leider im Interesse des fairen Sportes nicht unerwähnt lassen. Jaufer, der linke Back der Mittelschüler,
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 22. April 1908, S. 17, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8364-eindrucksvoller-sieg-des-fussball-innsbruck-gegen-die-lustenauger-1908).
Svorr. (Hauptversammlung des Innsbrucker Eislaufvereins.) Samstag abends fand im Restaurant „ Maximilian " unter dem Vorsitze des Vorstandes, kcüs. Rat Dr. Ko fl er die ordentliche Hauptversammlung des Innsbrucker Eislau …
(Das Büch senh au sen er Schwimmbad.) Vom Schwimmeister in Büchsenhausen, Herrn Hans Armsdorser, wird uns berichtet, daß der Vergleich über die Größe des neuen städtischen Schwimmbades bei der Rhomberg- Fabrik mit jenem …
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