Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
ZILLER KÄMPFT SICH ZURÜCK IN SEIN BETT

Bemühungen um die Wiederherstellung des Zillerbettes nach Schuttablagerungen

(Die Einleitung des Zillers.) Man berichtet uns aus Fügen unterm 20. d. M.: In den letzten Tagen wurde hier Tag und Nacht fleißig gearbeitet, um das Zillerbett vom Schutte zu räumen und den Fluß wieder in sein Rinnsal ein! eiten zu können. Am Donnerstag abends schon begannen die Arbeiter mit den Vorbereitungen zur Anleitung des Flusses. Das schwierige Werk ist aber nur zum Teile gelungen. Es entstanden durch das stürmische Wässer da und dort im alten Bette Tiefen bis zu sechs Metern, und die ungleich verteilten Geröll und Schuttmengen drängten das Wasser zum Teile aus dem Bette hinaus. So kommt es, daß der Ziller unterhalb unseres Ortes noch ifast zur Hälfte auf die Wiesen hinausrinnt. Bei Neuhäusl hat er " sich ganz schön seinen Weg im Bette gebahnt. Heute ist hier den ganzen Tag gearbeitet worden. An den Ausbruchstellen werden nun starke Piloten geschlagen. Man glaubt, den Fluß in den nächsten acht Tagen ganz in sein altes Bett zurückbringen zu können.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 21. September 1908, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8451-bemuehungen-um-die-wiederherstellung-des-zillerbettes-nach-1908).

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