Samstag den 33. Aprv 1910. Eine Ilugschrist des Hiroler Jokkskundes. Abwehr vou Verdächtigungen und Verleumdungen. Unter dem Titel „ Abwehr von Verdächtigungen nnd Verleumdungen " läßt die Hauptleitung des Tiroler Volksbundes eine Flugschrift erscheinen, welche an alle. seine Ortsgruppen zur Versendung gelangen wird. In dieser Flugschrift wird zuerst eine Darstellung aller jener Angriffe gegeben, welche in den „ Neuen Tiroler Stimmen " erhoben wurden, ebenso eine der Entgegnungen, die dem genannten Blatte aus seinen eigenen Reihen zukamen. Dann heißt es in dieser Flugschrift: Am 9. April endlich sollte offenbar der Hauptschlag geschehen. Die „ Volksbundsachen " erschienen an der Spitze des Blattes und bringen endlich ' bestimmte Tatsachen, um die protestantische Propaganda des Volksbundes zu beweisen. Es sind folgende: 1. Auf ' der Burg Pergine ( Persen) habe der „Volksbund antikatholische Festlichkeiten veranstalten lassen ", und zwar handle es sich um eine „feierliche Enthüllung eines Luth erbild es. " 2. Die „ Ansiedlung am See zu St. Christoph werde als Verdienst des Volksbundes gepriesen. Was hat aber der protestantische Pastor von Gries dort zu suchen? " Diese tatsächlichen Angaben werden mit einigem Brimborium verziert: so meint z. B. der Verfasser naiv: „ Im Grunde genommen sind schließlich „Lega nazionale " und „ Volksbund " dasselbe" (Wer lacht da?!), er lobpreist den Takt der Italiener gegenüber den Fremden, wenn sie nicht „ provozierend auftreten. " Leider sagt er nicht, was alles Italiener „ provozieren " kann; bekanntlich ' tut es oft schon ein Hut, den die edlen Compatriotti im Süden als tirolisch begutachten, oder es kann eine österreichische Fahne einen italienischen Arzt in Raserei versetzen und zu hochverräterischen Äußerungen hinreißen, bei der Gerichtsverhandlung sprechen ihn die Geschworenen dann ftei, weil er bis zur „ Unzurechnungsfähigkeit gereizt " worden sei. Die Redaktion gibt dem Ganzen noch größere Wichtigkeit, indem sie ihre „ schweren Bedenken" anhängt und die vorgebrachten Tatsachen wiederholt; möchte aber zugleich doch ' warnen, den Volksbund als solchen dafür verantwortliche zu machen, fordert jedoch die Namen, „ wenn nur eine Auslese von Volksbundleitern dabei war," wiederholt noch einmal die Tatsachen und macht aus dem ftüheren „ Pastor aus Gries ", jetzt im Handumdrehen ein „ beständiges ( so!) Austauchen der lutherischen Pastoren ( so gesperrt!) von Gries und Meran. " Tie Antwort ließ nicht lange auf ' sich warten. Am 18. April gab unser Bundesobmann klipp und klar folgende Erklärung ab: „ Tie Hauptleitung des
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 23. April 1910, S. 34, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8715-abwehr-von-verdaechtigungen-und-verleumdungen-durch-flugschrift-des-1910).
(V er ein für Lu ft s ch if s ahrt in Tirol.) Die der hohen k. k. Statthalterei vorgelegten Statuten des Vereines sind von dieser genehmigt worden, so daß der Konstituierung nichts mehr im Wege steht. In der letzten Sitz …
Freitag, den 11. Februar 1910. JnnsbrrrÄer Nachrichten sche si ' hlt, so schließt Euch heute zusammen zu einer eigenen Ortsgruppe Mötz und reiht Euch würdig den Nachbarortsgruppen an. Auch wir wollen den Frieden, aber nu …
Tiroler Volksbunv. (Gründung von Ortsgruppen in Pfaffenhofen und Flaurling.) Am 27. Februar wurde vom Wanderlehrer Jofef Ammann die Gründung von Ortsgruppen in Pfaffenhofen und Flaurling vollzogen. Die in Pfaffenhofen er …
* (Große Stiftung für die Blinden.) Herr Charles M. Margreitter in Brüssel hat dem tirolisch vvrarlbergischen Blindeusürsorgevereine die ansehnliche Summe von 10. 000 Kronen in Wertpapieren zu dem Zwecke zur Verfügung ge …
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