G. Oesterreichs Kaiserjäger. Unter diesem Titel finden wir irr einer im .Auslande erscheinenden Zeitung, in der „ Straßburger Post ", einen Artikel, bezüglich dessen E ir uns verpflichtet fühlen, ihn in den auptpunkten wiederzugeben. Jeder, schreibt das Blatt, den eine sommerliche Erholungsreise oder ein herbstlicher Urlaub schon einmal ins Tiroler Land geführt bat, der kemrt gewiß auch Österreichs Kaiserjäger. Just die besuchtesten Fremdenstädte und Kurorte: Bozen, Meran und Innsbruck, sind ihre Standorte, und dort müssen die schlanken, feschen und geschmeidigen Offiziere mit dem klugen und zugleich so ungemein liebenswürdigen Gesichtsausdruck jedem ins Auge fallen. Der langjährige, fortwährende Gebirgsbteitft, die fast tägliche Besteigung bedeutender Bergeshöhen hat ausfallend schöne Menphen aus ihnen gemacht. Beim Leutnant, wie steint ältesten Stabsofsizier, findet man die breite und tiefe Brust, die schlanke Taille, die prächtig trainierten, sehnigen Glieder. Auch der weite, freie und offene Blick, der leichte, federnde Gang hat im Gebirgsdienste seinen Ursprung. Eine kleidsame, in Schnitt und Farbe äußerst praktische Uniform bringt diese Vorzüge noch mehr zur Geltung. So sieht man sie des Morgens zum Dienste in die Kaserne wandern, oder bei Osfizierpatrouillenübungen auf den schmälsten Saumpfaden der mittleren Gebirgshöhen mit Sicherheit u. Geschick ihre niederen, breithufigen u. fast mauleselartigen Haflingevpferde reiten. Und so, in ihrer ganzen Frische u. Natürlichkeit ziehen diese dienst und lebensfreudigen Kaiserjägeroffiziere auch an den dienstfreien Nachmittagen auf den Meraner Kurpromenaden, wie auf dem Walterplatz im schöben Bozen die Blicke der Fremden, namentlich der Damenwelt, auf sich. Das ist so was Legeres, Fixlaudon sapperment, Das im Verband des Heers In Deutschland man nicht kennt! Wer aber — sonst nur an den Anblick unserer eigenen, wuchtigeren uttb ernsteren bewaffneten Macht gewohnt, etnm glauben möchte, daß diese scheinbar leichtere und heitere Art der Kaiserjäger ihre dienstlichen Leistungen beeinträchtigte, der nröge sich diese Elitetruppe bei ihren größeren Übungen, und vor allem im Manöver ansehen. Die ersterett beginnen nmnittelbar nach Beendigung der sogenannten Rekrutenschule, m der au, den Exerzierplätzen, in den Tälern und Ebenen das Notwendigste dev, Einzel und Zugsausbildung gelehrt und geübt wird. Dann aber gehts Tag für Tag hinauf in der Berge. Zum Marsch ltnb zum Felddienst, zu Erkundungs und gefechtsmäßigere. Schießübungen. Die durch keinerlei Flurschaden - Rücksichten gehemmte Möglichkeit der Anlage gestattet in diesem Berggelände ganz von selbst eure Kriegsmäßigkeit der Durchführmrg, aus die wir in unserem dicht und vielfach kostbar angebauten Vaterland nur mit Neid und Staunen sehen können. Nur die Weingrenze, die oberr Linie der Rebpflanzungen, braucht an den Bergwänden Bozens intb Merans überschritten zu werden, dann dehnerr sich nach allen drei Dimensionen in schier unabsehbaren Weiten das betretbare Gelände, Steinfelder, Kiefernhänge und in einem Teile des Jahres auch Schneefelder aus. Vetretbar? Unbetretbar! würde es wohl weit eher der an die Ebene gewohnte deutsche Infanterist nennen. Aber diese Tiroler Kaiserjäger schrecken weder vor glatten, kahlen Felsstrecken, noch vor geröllbedeckten Moränen, noch vor den vom Schneewasser feuchten, bemoosten Hängen von 60 und mehr Prozent Steigung zurück. Die Offiziere als Pfadsucher weit voraus, hinterher die Korporale und „ Führer " und dann,
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 6. März 1911, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8852-eindrucksvolle-leistungen-und-erscheinung-der-tiroler-kaiserjaeger-1911).
(RegirnentK - Gründungsfeier.) Ge stern vormittag fcutb in allen Orten Tirols, wo Kaiserjäger garnisonieren, die übliche Feier zur Erinnerung an die Errichtung des Kaiserjäger - Regimentes statt. In Innsbruck, wo das 1. …
Hof und Personalnachrichten. Der Kaiser hat ernannt ' die Oberste: Ignaz V e r d r o ß, Kommattdanten des 3. Regiments der Tiroler Kaiserjäger zum Kommandanten der 14. Gebirgsbrigade; Ignaz Fl ei sch mann, überkonlplett …
seit 1866 noch immer aktiv — * ausgiebig zu stärken; Altblirgernreister Dr. Pr axmar er sprach bewegte Worte des Abschiedes. Sr. Majestät dem Kaiser wurde in treuer Ergebenheit telegraphisch die patriotische Huldigung oa …
(Von der chirurgischen Klinik.) Wie uns mitgeteilt wird, ist Prof. Dr. Hans von H a b e r e r heute i n Innsbruck eingetroffen und hat die Leitung der chirurgischen Klinik übernommen. …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.