(Schloß Antrags als Zuchthaus.) Wie Josef Kva,st im letzten Hefte der „ Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs " nach, Akten des Tiroler Staatsarchives mitteilt, war unser Schloß Atmras, das früher vorübergehend auch schon als Kaserne und Hospital dienen mußte, einmal auch, von dem wenig würdigen Schicksal bedroht, in ein Zuchthaus umgewandelt zu werden. Nach obengenanntem Gewährsmann ging das folgendermaßen zu: „ Die Innsbrucker Garnison war aus Mqngel an passenden Räumlichkeiten in die umliegenden Dörfer Mühlen, Thaur und Absa. nt verlegt worden. Infolge von Beschwerden suchten dann die Behörden in Innsbruck oder seiner Nähe passende Unterkunft für das Militär zu fittbett und verfielen dabei aud > auf Schloß Amra,s: man fand es aber dazu nicht für geeignet, uttd ttun schlug die Wiener Hofkanzlei vor, das Innsbrucker Zuchthaus in eine Kaserne nmzuwandeln und dann das Zuchthaus in dem Schloß unterzubringen. Am 12. Jänner 1780 untersuchte eine eigene Kommission das Schloß daraufhin, ob es zu, einem Zuchthaus geeignet fei, gab aber ein verneinendes Gutachten ab: Es habe zwar für ein Zuchthaus hinreichenden Raum, allein seine Lage scheine nicht „ die bequemste und tauglichste " zu sein. „ Der Ort ist von der Stapt eine Stunde entfernt, gränzet a,uf zwei Seiten au einen Wald, und es befinden sich ringsherum verborgene Winkel "; es sei daher die Fluchtgefahr sehr groß, ebenso seien durch die isolierte Lage des Schlosses böswillige Anschläge erleichtert. Der Entfernung von der Stadt wegen müßten Landrichter und Aktuare im Sommer und Winter jeden Bor und Nachmittag eine Stunde weit gehen. Der erste Übelstand sei allerdings durch eine ausgiebige ' Vermehrung der Wachmannschaft zu beheben. Teils aus Strafzwecken, teils aus Nützlichkeitsgründen habe man die Sträflinge bisher auch in der Stecht zu schwereren und leichteren Arbeiten verwendet. Das könne ' dann „ nur mit merklicher Unbequemlichkeit und vielleicht auch einigem Schaden des Znchthausfundi fortgesetzt werden. " Clinch die Kostenrechnung der Bausachverständigen kam zu keinem für den Plan günstigen ' Ergebnis. Und so Hielt denn " Die Regierung „ in Ansicht der Sicherheit, der Gesundheit, der minderen Entlegenheit und meisterteiligen Kostenersparnis " den Tiergarten, der für das Zuchthaus auch in Betracht kam, für besser geeignet, und Schloß Umras blieb in seiner alten Gestalt erhalten.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 10. Juni 1911, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8893-schloss-antras-haette-zuchthaus-werden-sollen-doch-plan-fiel-auf-1911).
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(Vom Schlosse Heimfels im Puster- Lale.) DEM „ Tir. " wird aus Sillian geschrieben: Schivn fast ein halbes Jahr steht das Sch Lost HeinrfelS im nahen Panzendorf leer. Tie Garnison wurde abbcrufen und laut Mitteilung der …
(Eiit e intf ressant e B a uk om m i j [ i o n.) Asm 13. d. Mts. wurde auf bm heute noch den Zelgersichen Erben gehörigen Grunde irr der Maximilianstraße Wer das Ansuchen der Stadtgemeinde Innsbruck eine Baukornmission a …
(Brunnen - Rep ar atpr.) Der alte Brunnen in der Herzog Friedrichstraße, welcher zwischen dem Trautsonhause und dein Hause des Kaufmanns Salcher steht, wird gegenwärtig durch die S Leinmetzfirma L i n s e r eLsrr BÖ& par …
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