Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
STEINBRUCH WIRD ZUM SEHENSWÜRDIGKEIT

Neue Seeanlage auf der Hungerburg mit Aussichtsturm und Gondeln im Sommer 1912

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 25. November 1911 · Seite 34 · #Seen
Hierauf wurde die Versammlung geschlossen. Die Hungerburgsee - Anlage. Die schöne Lage sowie der Umstand, daß mit der Elektrischen und der Drahtseilbahn der Ausflug auf das Hungerburgplateau bequem zu machen ist, sind es, warum das Innsbrucker und auch das Fremdenpublikum diesen Ausflug. für einen der schönsten hält. Dieser Hochebene fehlt aber eine der schönsten und wertvollsten Gaben der Natur, das Wasser. Es wird daher interessieren, daß das Hungerburg ^ Plateau voraussichtlich schon bis zum Sommer 1912 eine kleine See - Anlage bekommt, welche durch die Herren Karl und Franz Schwärzler geschaffen wird. Es soll nämlich der ehemalige Spörr ' sche Steinbruch, welcher sich ungefähr 10 Minuten von der Station in der Richtung nach dem Grammartboden befindet, als Bassin benützt werden. Der Steinbruch hat ein Flächenausmaß von ungefähr 3500 Quadratmeter und ist beinahe ganz von Felsen umgeben, wird vorn durch eine Abschlüßmauer geschlossen und ausgeplant. Durch das Kolorit der Felsen ( roter Nagelfluh) und das Gemisch von Bäumen aller Art würde ein ganz eigenartiger Reiz erzielt werden. Es sollen einige Gondeln angeschafst werden, auch ist die Anlage einer kleinen Badegelegenheit vorgesehen. Das Projekt enthält auch die Erbauung eines Aussichtsturmes mit elektrischem Personenaufzug und kommt der Turm auf die im Hintergrund des Sees befindliche Felsenwand zu stehen. Dieser Aussichtsturm wird durch die Überfahrt mit einer Gondel erreicht. Die Wasserbeschaffung, die wichtigste Frage des Projektes, ist durch das Entgegenkommen der Gemeinde Hötting als gesichert zu betrachten. In Anbetracht der Bedeutung, welche die Anlage für die Hebung des Verkehres und die Entwicklung des Hungerburgbodens erhoffen läßt, bewilligte der Gemeindeausschuß das zur jeweiligen Füllung nötige Wasser. Auch eine gutgeführte Restauration wird vorhanden sein,
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 25. November 1911, S. 34, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8975-neue-seeanlage-auf-der-hungerburg-mit-aussichtsturm-und-gondeln-im-1911).

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KALB GEHT MIT 57 KILO AN DIE ZUKUNFT

Außergewöhnlich schweres Kalb von 57 Kilogramm in Hölting geboren, starb jedoch kurz nach der Geburt

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