Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
ADLIGER MIT GEWEHR UND GESCHWÜR

Lebenswerk eines Tiroler Militärreferenten und Landesverteidigungsgesetzengestalters

Dienstag den 17. September 1912. Innsbrucker Nachrichten Nr. 213. Seite y. zur Verallgemeinerung des Weitschietzens im Lande ( Au der Lan - Scheibe),. sowie mit den Vorarbeiten für die Einführung des ^ Scharfschützen " - Jnstitutes bei den Landesschützen. -1868 wurde der k. k. Hauptmann v. An der Lan zum Doktor der Rechte promoviert, und zwar von seinem Kriegskameraden aus dem Jahre 1866, dem Hofrat Dr. Ritter v. Ficker, worauf er wohlgemut mit zahlreichen Universitätskollegen zum XII. deutschen Bundesschießen nach Wien zog. Im Vereine mit dem verstorbenen damaligen Privatdozenten Dr. Arnold Busson besorgte er die Berichterstattung über dieses denkwürdige Fest für den „ Tiroler Boten ". Im Juni 1869 wurde er zum k. k. Ministerialkonzipisten ernannt. Noch vor seiner Abreise nach Wien nahm er an den Beratungen, welche bei der Landesverteidigungs - Oberbehörde über das neue Laudesverteidigungsgesetz stattfanden, Anteil. Schon im Oktober desselben Jahres wurde Frhr. v. An der Lan als Spezialkurier des Ministeriums gelegentlich der berühtnten Landesverteidigungs - Debatte ( § 4) zum Tiroler Landtag entsendet. Als im nächsten Frühjahre FML. Freiherr v. Philivpovie zum Landesverteidigungs - Oberkommandanten ernannt wurde, wünschte er den Doktor, Miuisterialkonzipisten und Häuptmann als Militärreferenten und wurde derselbe dementsprechend am 21. Februar 1870 mit der Leitung des Militärreferates beim Landesverteidigungs- Oberkommando, beziehungsweise bei der Landes- Verteidignnas - Oberbehörde betraut. Am 19. Dezember 1870 erfolgte bekanntlich die Sanktionierung der vielumstrittenen Landesververteidigungs - Orduung. An d er Lan wurde gleichzeitig zum Häuptmann 1. Klaffe und LanverteidigungA - Komnmndo - At ' jutantM ernannt, in welcher Eigenschaft er unter Exzellenz Baron Philippovie und Exzellenz Graf Thun in Verwendung blieb. Im Winter 1873 war der Verstorbene als Regierungskommissär bei Beratung des nachmaligen Landesverteidigungsgesetzes vorn 14. Mai 1874 und der Schießstands - Ordnung ( des sogenannten Cadregesetzes), mit deren Entwurf er von der Regierung betraut worden war, tätig. Bald hierauf erfolgte die Verleihung des Militar- Verdienftkreuzes. Am 22. April 1875 trat v. An der Lan unter gleichzeitiger Ernennung Zum Ministerialsekretär in den Zivildienst zurück und wurde jetzt zum Referenten unmittelbar bei, der Landesverteidvgungsoberbeh ' örde bestimnlt. Am 26. Llpril des Jahres 1878 wurde ihm „ausnahmsweise und aus besonderer Gnade" der Titel und Charakter eines Sektionsrates verliehen. Bei der Landesverteidigungs - Oberbehörde vb? lag Dr. v. An der
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 17. September 1912, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9093-lebenswerk-eines-tiroler-militaerreferenten-und-1912).

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