Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
EICHENGEHEIMNIS AUF DER HUNGERBURG

Erinnerung an den Rettungshelden eines bayerischen Prinzen auf dem blauen Schrofen

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 5. Mai 1913 · Seite 4 · #Burgen und Schlösser
(W e i he rb urg - Reminiszenzen.) Man 'chreibt uns: Das Projekt des Innsbrucker Verchönemngsvereins ' zum Bau eines Promenadenweges von der Weiherburg auf die Hungerbuvg bei Durchbohrung des sogenannten blauen Schrofens nordöstlich von der Weiherburg erinnert den Schreiber dieser Zeilen an eine interessante Begebenheit, welche sich nach mündlicher Mitteilung des früheren Weiherburgbe- 'itzers Richard v. Attlmayr vor ungefähr zweihundert Jahren auf jenem Felsen zugetragen hat. An einem Vorfrühlingsmorgen, als die Erika ihre prächtigen rosigen Polster über das Gefels Hing, vernahm ein Hirte Hilferufe und sah auf dem „ blauen Schrofen " einen Knaben in Lebensgefahr schweben. Der Hirte, ein Höttinger Bursche, kletterte schnell zu dem Rufenden empor und führte ihn heil von der Felsenwand herunter. Dann ging er weiter seiner Herde nach, nachdem er über Wunsch des „herrischen " Knaben seinen Namen genannt hatte. Wie staunte der Höttinger, als er noch am selben Tage hörte, daß er einem bayerischen Prinzen, der auf der Weiherburg mit seinen Eltern weilte, zu Hilfe gekommen war. Diese lohnten ihm die wackere Tat Mit Dank und blinkendem Gold. Auch wollten sie für die Erziehung des Hirten sorgen. Allein dessen Vater konnte sich nicht dazu entschließen, den einzigen Sohn hinzugebe ' n. Einzelnheiten des Vorfalls, wie die Namen des Prinzen und seines Retters rc. sind leider meinem Gedächtnis entschwunden. Vielleicht weiß ein Leser näheres darüber. Richard v. Attlmayr trug sich noch in den. letzten Jahren seines Lebens mit dem Gedanken, diese romantische Geschichte bildlich in Basreliefform darstellen zu lassen und die Marmortafel mit der Säule aus Höttinger Breccie am Richardswege unterhalb des „ blauen Schrofens " zu errichten. Aber seine Erkrankung, der nach! langem Siechtum der Tod folgte, hat ihn an der Anssührung seines Planes gehindert. Der „ Richard" war eine durch und durch poetische Persönlichkeit, deren Spuren man im Banne der Weiherburg überall begegnet. Nach Vollendung des Schillerwegs pflanzte er am Beginn desselben am 28. November 1905 in feierlicher Weise die Schillereiche, worüber folgende in seinen Papieren Vorgefundene Verse Aufschluß geben - Wo Schiller
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 5. Mai 1913, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9267-erinnerung-an-den-rettungshelden-eines-bayerischen-prinzen-auf-dem-1913).

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(Die althistorische Otto bürg), die im Besitze der HampUschen Erben ist, wird wieder einmal von Käufern umworben. Es dürfte diesmal auch wirklich zu einem Kaufabschlüsse kommejn, und zwar Mitte der nächsten Woche. Als ei …

AMTSGEBAEUDE IM VERSTECK

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Innsbrucker Nachrichten · 11. April 1913 · S. 6 · Burgen, Schlösser & Stadtbild

(N e ii h (t n eines A nt ts gebäu d e s.) Aus Kufstein berichtet man: Endlich soll mit dem Neubau des Amtsgebäudes Ernst werd. n. Nachdem die erste staatliche Rate für die Kosten gesichert ist, mürben zur Verwirklichung …

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