Svort. (Zum Spiel des „ Wac " gegen Fußball Innsbruck,) das am 8. Juni in Innsbruck erfolgt, wird uns noch geschrieben: Im Jahre 1898 eirdlich war es gelungen, im Prater, dem Lieblingsaufenthalte aller Wiener, eine 65. 000 Qna: dratmeter große Wiese für die Errichtung eines großen Sportplatzes pachtweise zu erstehen. Dies war die Basis für den heutigen „ Wac " ( Abkürzung für Wiener Athletik Sportklub), welcher in Wien als Sportklub in gesellschaftlicher und sportlicher Beziehung eine führende Rolle einnimmt. Im Jahre 1898 trat der Wiener Lawn - Tennis - Klub, welcher durch die Schaffung der Wiener Stadtbahn obdachlos geworden war, in den „ Wac " korporativ ein, sowie die Fußballsektion des Deutschen Fußballklubs Prag, welche den Grundstock für die nachmalige berühmte „ Wac " - Mannsch. aft bildete. In dieser Zeit, vom Jahre 1898 bis zum Jahre 1913 hat die Fußballsektion des „ Wac " einen ganz beispiellosen Triumphzug mitgemacht. Durch Jahre hindurch schlug die „ Wac " - Mannschaft alles, was sich ihr in den Weg stellte. Sie gewann in den Jahren 1900 — 1903 die ersten Fußballmeisterschaften in Oesterreich und den wertvollen Pokal des „Neuen Wiener Tagblattes ". Sämtliche Pokal und Turnierspiele wurden eine sichere Beute des „ Wac ". Bis zum Schlüsse 1912 absolvierte der „ Wac " im ganzen 401 Wettspiele, davon wurden gewonnen 265, unentschieden endeten 53, verloren gingen 83. Goalverhältnis 1404: 579. Im Jahre 1910 folgte eine Sezession aus dem Klub. Die ganze erste Mannschaft mit Ausnahme Stndnickas und Reserven trat aus und gründete den Wiener Assoziations- Football - Klub. Trotz des enormen sportlichen Verlustes, welcher mit dem Austritt einer vorzüglichen Mannschaft aus dem „ Wac " verbunden war, hat es der alte Vorkämpfer des „ Wac ", Studnicka, verstanden, im Handumdrehen eine neue Mannschaft zu schaffen, welche den alten „ Wac ", den jetzigen „Was ", in sechs bis jetzt ausgetragenen Spielen glatt schlagen konnte. Zwei Spiele endeten unentschieden und zwei gingen verloren. Die neue Mannschaft hat dasselbe System im Spiel, wie die alte, sie unterscheidet sich auch, nicht im Führer, welcher der alte geblieben ist. In Studnicka hat die „ Wac " - Männschast einen unvergeßlichen Führer, welcher in Hunderten von Wettspielen eine kolossale Routine sich erworben hat und heute noch der beste Mittelstürmer Oesterreichs ist. lieber besonders hervorragende ResulLate werden wir in der nächsten Woche berichten.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 2. Juni 1913, S. 10, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9312-triumphzug-des-wiener-athletik-sportklubs-in-der-vorbereitung-auf-1913).
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