Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF 1316/17 · FISCHNALER-CHRONIK

Erstürmung Schloss Sonnenburgs durch Konrad Helbling

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 20. August 1923 · Seite 4 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #105 (Buchseite 19, 1316/17, Nachweis: 23 188): „Auf Beschwerde der Innsbrucker Bürger wird der Richter Konrad Helbling von König Heinrich abgesetzt, beginnt aber mit seinem Anhang Krieg. Das Schloß Sonnenburg, von den Bürgern unter Engele Engelschalk verteidigt, wird durch Konrads Leute erstürmt und in Brand gesteckt, der Burgvogt aber gefangen gesetzt.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 19: „Auf Beschwerde der Innsbrucker Bürger wird der Richter Konrad Helbling von König Heinrich abgesetzt, beginnt aber mit seinem Anhang Krieg. Das Schloß Sonnenburg, von den Bürgern unter Engele Engelschalk verteidigt, wird durch Konrads Leute erstürmt und in Brand gesteckt, der Burgvogt aber gefangen gesetzt.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (20. August 1923, S. 4): In den Jahren 1316 und 1317 toben die Unruhen und Fehden. Genauer sind wir hierüber nicht unterrichtet, nur soviel läßt sich aus den Urkunden herauslesen: Der König war während dieser Zeit meistenteils im Etschland und ließ ^ die Parteien sich ausraufon. Konrad Helbling mit seinem großen Anhang von Verwandten und Mitbeteiligten in der ganzen Umgebung von Innsbruck behauptete entschieden das Uebsrgewicht. Wie ein echter Raubritter beherrschte er die Brennerstraßen mit Land und Leuten, überfiel die Reisenden, sowohl Gäste wie Kauslcute, säMigte sie mit seinen Dienern an Leib, Leben und Gut und legte sich schließlich vor die Feste Sonnenburg. Diese wurde von ihm solange belagert, bis sie sich mit ihrem Burgvogt Engels Engelschalk ergeben mußte, und hierauf in Brand gesteckt. Der königlich-Dienstmann Helbling beherrschte und drangsalierte gewissermaßen Tirol. Um diesen skandalösen Zuständen ein Ende zu machen, legten sich endlich andere Vornehme ins Mittel und brachten am 25. Februar 1319 vor dem König auf Zenobs-rg einen Frieden zustande.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 20. August 1923, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9427-erstuermung-schloss-sonnenburgs-durch-konrad-helbling-1923).

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