Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF Mai 23. · FISCHNALER-CHRONIK

Vereitelte Gefangennahme des Kaisers

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 24. Juni 1918 · Seite 2 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #233 (Buchseite 33, Mai 23., Nachweis: 13 77, 90, 115; 18 166; 75 111. TA. IV., Schönherr.): „Der Kurfürst Moriz in Begleitung der Herzoge Georg und Johann Albrecht von Mecklenburg, sowie des Grafen Wilhelm von Hessen erreichen J. und steigen beim Postmeister Taxis (Maria Theresienstraße) ab; sie verlassen am 25. die Stadt wieder, da der Plan, den Kaiser zu fangen, vereitelt war.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 33: „Der Kurfürst Moriz in Begleitung der Herzoge Georg und Johann Albrecht von Mecklenburg, sowie des Grafen Wilhelm von Hessen erreichen J. und steigen beim Postmeister Taxis (Maria Theresienstraße) ab; sie verlassen am 25. die Stadt wieder, da der Plan, den Kaiser zu fangen, vereitelt war.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (24. Juni 1918, S. 2): Wie Tirol im Jahre 1552 Kriegsanleihe gezeichnet hat. Don De. Karl Klaar, k. k Staatrarchiv-Direktor. Wohl selten boten die Zustände, m unserem Datertande Tirol « in so trauriges Bild, als im Jahre 1652 vor dem Einsoll de » Ikurfürsten Mvriz von Sachsen. Die Aufmerksamkeit des fern von Tirol weilenden Landesfürsien König Ferdinand war vorzugsweise auf di « Abwendung der Türkengefahr gerichtet, die Regierung de» Landes lag in den Händen eines Statthalters, des fürstlichen Abte» Wolsgang von Kempten, seiner 20 Räte nebst übrigem Kanzlei- personal, deren Gehälter die von Schulden überlastete Kammer nur mit Müh « aufzubringen imstande war. Der Klerus, teilweis « der neuen Lehre offen oder geheim ergeben, vielsach in der sogenannten,Priest « reh « " lebend, hielt es nach dem Beispiele seines Vorgesetzten de » Kardinals Christoph von Modrutz, der sowohl Bischof von Trient wie auch von Brixen war nicht für unrecht, mehrere kirch- Kche Pfründen zwar nicht zu verwalten, aber zu genießen und besaß daher beim Volke wenig Achtung und Einfluß. Da » Volk selbst, dem Glaubensleben entfremdet, huldigte den rohen Genüffen des Tages und dem Aberglauben, soweit « s aber noch religiös war. hing es zum großen Teile den Wiedertäufern an.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 24. Juni 1918, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9438-vereitelte-gefangennahme-des-kaisers-1918).

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