Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF 1806 Jan. · FISCHNALER-CHRONIK

Sicherung der Sammlung in Wien

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 15. März 1919 · Seite 6 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #3747 (Buchseite 202, 1806 Jan., Nachweis: 19 63): „K. Franz sendet den Abbé Neumann und den Bildhauer Thaler, um die Reste der Sammlung als Teile des „Aerariums“ (!) vor der Wegführung durch die Franzosen zu schützen. 1817 kommen auch die letzten transportablen Ueberbleibsel nach Wien.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 202: „K. Franz sendet den Abbé Neumann und den Bildhauer Thaler, um die Reste der Sammlung als Teile des „Aerariums“ (!) vor der Wegführung durch die Franzosen zu schützen. 1817 kommen auch die letzten transportablen Ueberbleibsel nach Wien.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (15. März 1919, S. 6): Doch rni * dem Tode der Erzherzogs Sigmund Franz im Jahre 1665 er- iPch die tirolische Regentenlinie und Tirol samt den Borlanden wurden nun, mft den übrigen Erblanden vereini g st von Wien au, durch Kaiser Leopoch regiert. Innsbruck toar nicht mehr Residenz des Landessürsten und so hatte auch Ambras seinen Beschützer verloren. Niemand ln Jnns- brirck hatte mehr ein Interesse an dem Schlosse und seinen Sammlungen, waren dieselben ja doch immer nur eine LieblingSpaffion d > S Erzhauses gewesen; erst einer die! späteren Zeit war es vor- behalten, daß auch das Volk sich für die. Kunstsammlungen seiner Fürsten interessieren durste. Ter Zentralisierung der Regierung in Wien folgte auch die allmähliche Zentralisierung der Kunstsammlungen daselbst, wovon nicht mir Innsbruck allein betroffen wurde. Schon im Jahre 1665 kam Kaiser Leopold mit seinem ge- lehrten Bibliothekar Lambeck nach Ambras und ließ, was sie in I l tägiger Arbeit an Handschriften imd Büchern zusammenbringen tonnten, in die Wiener Hofbibliothek, die dem Kais « besonders am Herzen lag, übertragen — es waren 583 Handschriften und 5886 Drucke.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 15. März 1919, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9442-sicherung-der-sammlung-in-wien-1919).

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