Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF 1573 Jan., Febr. · FISCHNALER-CHRONIK

Steuerausschreibung nach Übernahme landesfürstlicher Schulden

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 29. Juli 1924 · Seite 6 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #256 (Buchseite 34, 1573 Jan., Febr., Nachweis: 24 172.): „Durch die von der Tiroler Landschaft neuerdings bewilligte Uebernahme von 2 Millionen fl. Kammersschulden Erzherzog Ferdinand II. und seiner Vorgänger kommt es zur Ausschreibung von jährlichen Steuern in J. und einem großen Teil von Tirol.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 34: „Durch die von der Tiroler Landschaft neuerdings bewilligte Uebernahme von 2 Millionen fl. Kammersschulden Erzherzog Ferdinand II. und seiner Vorgänger kommt es zur Ausschreibung von jährlichen Steuern in J. und einem großen Teil von Tirol.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (29. Juli 1924, S. 6): Viel tiefer als die Einführung des Schenkpfennigs für die steuerpolitische Tätigkeit der Tiroler Landschaft gestalteten sich die Verhandlungen auf dem Landtage zu Innsbruck im Jänner und Februar 1573. Erzherzog Ferdinand, der neue Landesfürst, trat vor dte Versammlung mit dem Ansinnen, von den Hofkammerschulden etwa 2 Millionen sticht heutigen Geldes! ) auf die Schultern des Landes zu übernehmen. Die Not ' war grotz, der Hofpfennigmeister ratlos, der Zusammenbruch vor der Türe. Man einigte sich auf 160. 000 Gulden. In den nächstkommenden zwanzig Jahren sollte diese enorme Summe durch die Landschaft aufgebracht sein. Hier liegt nun der Anfang zur Einführung einer St euer von Jahr zu Jahr, die Land-oder Ordinaristeuer geheißen. Ihrer Austeilung legte man die Bestimmungen des unter Maximilian vereinbarten Landlibells von 1511 über das Kriegskontingent Tirols zugrunde, welches den beiden Hochstiften Trient und Brixen, den inländischen Abteien, dem Adel, Städten und Gerichten eine bestimmte Anzahl von Knechten des ersten Aufgebotes zu 5000 Mann a 4 fl. Monatssold zuwies. Aus den Kriegsknechten machte man einfach Steuerknechte, dem erhöhten Bedarfe entsprechend zu 36 fl. für einen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 29. Juli 1924, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9469-steuerausschreibung-nach-uebernahme-landesfuerstlicher-schulden-1924).

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