Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
FISCHNALER-CHRONIK · 1918 DEZ. 23.

Milchversorgung durch Zuweisung von Bezirken

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 24. Dezember 1918 · Seite 1 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #2234 (Buchseite 118, 1918 Dez. 23.): „In der Landesversammlung wird bittere Klage geführt, daß die Stadt J. statt 32.000 Liter Milch der Vorkriegszeit nur mehr 6500 Liter geliefert erhalte. Es wird beschlossen, ihr für Milch-, Butter- und Käse-Aufbringung die politischen Bezirke Innsbruck-Land und Schwaz zuzuweisen.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 118: „In der Landesversammlung wird bittere Klage geführt, daß die Stadt J. statt 32.000 Liter Milch der Vorkriegszeit nur mehr 6500 Liter geliefert erhalte. Es wird beschlossen, ihr für Milch-, Butter- und Käse-Aufbringung die politischen Bezirke Innsbruck-Land und Schwaz zuzuweisen.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (24. Dezember 1918, S. 1): Der Ernährnngs- auösthutz habe daher e i n st r m m t g folgenden Beschluß hcsatzt, den er auch die Landcsverjammlung auzunrhmen. „ Der Stadt Innsbruck werden für die Milch-, Butter-und Käseaufbringung die politischest Bezirke Innsbruck Land und Schwaz rüge wiesen. Sie ist aber auch berechtigt, m den übrigen politischen Bezirken Norötirols Lie erungsvertrSäe auf Milch, Butter und Käse abzu- schlietzen. Dieses Recht kann in allen politischen Bezirken mit Ausnahme von Innsbruck Land und Schwaz Gemeinden und größeren Konsumorganisationen zuerkannt werden. In allen Fällen, in denen Lieferungsverträge nicht zustande kommen, hat die politische Bezirksbehörde nach den bestehenden Vorschriften für d ' e Aufbringung und Verteilung zu sorgen. Hinsichtlich der PreiSbestimmmrg und Liefen,ngspflicht bleiben die bestehenden Vorschriften aufrecht. Mit der Durchführung dieses Beschlusses wird die Landesregierung betraut. " Der Antrag wurde angenommen. Es habe dem Ernährungsansschnsse weiter für notwendig geschienen, daß die Landesversammlnng als solche an die gesamte Bevölkerung herantrete, mit dem Ersuchen, leöer möge liefern, um die Bevölkerung der größe- «tt Konsnmorte vor der Verzweiflung zu schützen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 24. Dezember 1918, S. 1, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9525-milchversorgung-durch-zuweisung-von-bezirken-1918).

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