📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929)Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #2625 (Buchseite 133, Okt. 2., Nachweis: 218 ff.):
„Gesamtausstellung des „Tiroler Ehrenbuches“, 50 Prachtalbums mit Titelblättern von Künstlerhand, enthaltend rund 18.000 Photographien und Sterbeandenkenbildchen an gefallene Helden und an die im Dienst des Hinterlandes verstorbenen Soldaten aus der Zahl der 40.000 Kriegsopfer des Landes Tirol; nebst 70 Bändchen in Klein-Folio, zusammengebundene statistische Zählblätter! gegenüber den Prachtalbums von sehr geringem und bloß archivalischem Wert. Der Architekt F. Müller hat die pietätvolle, aber auf rein archivalischer Grundlage entstandene Sammlung der Prachtalbums (s. fr.) durch eine weihevolle Ausstellung in der Reitschule mit einem sakralen Nimbus umkleidet, der den neuen Titel: „Tiroler Heldenbuch“ populär macht. Um die Durchführung und Finanzierung des Tiroler Ehrenbuches haben sich Direktor Dr. A. Böhm und Maler T. Grubhofer verdient gemacht. Mit der Ausstellung verband sich eine große Gedächtnisfeier für die Gefallenen, eine Festmesse vor dem Theater und ein Umzug durch die Stadt. Poetische Widmungen steuerten bei K. E. Hirt und V. Del Pero.“
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[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 133: „Gesamtausstellung des „Tiroler Ehrenbuches“, 50 Prachtalbums mit Titelblättern von Künstlerhand, enthaltend rund 18.000 Photographien und Sterbeandenkenbildchen an gefallene Helden und an die im Dienst des Hinterlandes verstorbenen Soldaten aus der Zahl der 40.000 Kriegsopfer des Landes Tirol; nebst 70 Bändchen in Klein-Folio, zusammengebundene statistische Zählblätter! gegenüber den Prachtalbums von sehr geringem und bloß archivalischem Wert. Der Architekt F. Müller hat die pietätvolle, aber auf rein archivalischer Grundlage entstandene Sammlung der Prachtalbums (s. fr.) durch eine weihevolle Ausstellung in der Reitschule mit einem sakralen Nimbus umkleidet, der den neuen Titel: „Tiroler Heldenbuch“ populär macht. Um die Durchführung und Finanzierung des Tiroler Ehrenbuches haben sich Direktor Dr. A. Böhm und Maler T. Grubhofer verdient gemacht. Mit der Ausstellung verband sich eine große Gedächtnisfeier für die Gefallenen, eine Festmesse vor dem Theater und ein Umzug durch die Stadt. Poetische Widmungen steuerten bei K. E. Hirt und V. Del Pero.“]
Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (21. September 1927, S. 5):
Das Programm der Eröffnungsfeier am 2. Oktober. 10 Uhr vormittags Feld messe vor dem Stadttüeater (bei schlechter Witterung in der Hofkirche ). Daran anschließend die Enthüllung des Tiroler Ehrenbuches in der Reitschule ( Dogana ) am Rennweg. Festrede, gehalten vom Prälaten Professor Anton Müller (Bruder Willram ). Ucbernahme des Ehrenbuches in die Obhut des Landes durch Landeshauptmann Doktor Stumpf. Hernach Defilierung der Musikkapellen und Schützen am Rennweg vor den Festgästen und Festzug durch die Stadt. Für die feierliche Eröffnung der Heldenbuch-Ausstellung und der damit verbundenen Landesgedächtnisfeier für die im Weltkriege gefallenen tirolischen Landesverteidiger gibt sich allerorts reges Interesse kund. Zur Erhöhung der Feier wird wesentlich beitragen die Teilnahme des Bundesheeres sowie einer großen Zahl von Musikkapellen, Schützen mit Fahnen und patriotischen Verbänden aus dem Ober-und Unterinntal, Brixen- und Zillertal und aus den Gemeinden der Umgebung Innsbrucks. Bei der Feldmesse vor dem Stadttheater wird die Musikkapelle der Alpenjäger Mitwirken, während die Ehrenkompagnie, ebenfalls von den Alpenjägern, die Ehrensalven geben werden.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 21. September 1927, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9586-gesamtausstellung-des-tiroler-ehrenbuches-1927).
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 133: „Tiroler Jagdausstellung in den Stadtsälen und Herbstmesse am Rennweg, in den Räumen der alten Universität, der Landesschützen-Kaserne am Saggen und den Gründ …
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 191: „Die in den Besitz der Stadt gekommene und der St. Jakobs-Pfarrkirche einverleibte Kapelle wird vom Maler Perthammer ausgemalt, vom Stadtzimmermann mit einem …
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 134: „Demonstrationen vor dem italienischen Konsulat in der Erlerstraße, welches zur Erinnerung an die vor 13 Jahren erfolgte welsche Kriegserklärung geflaggt hatt …
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 132: „Eine internationale Kontrollkommission inspiziert die Kasernen und besucht Fabriken hinsichtlich der Waffenvorräte oder ihrer Herstellung.“]
Originaltext de …
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