Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF 1653 bis 1655 · FISCHNALER-CHRONIK

Erbauung Komödienhaus durch Ferdinand Karl

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 18. März 1925 · Seite 8 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #3956 (Buchseite 222, 1653 bis 1655, Nachweis: 10 46; 25 63; 29 25): „Erzh. Ferdinand Karl läßt durch denselben Baumeister ungefähr an der Stelle des heutigen Stadttheaters ein neues Komödienhaus aufführen, das 1655 vollendet und die erste ständige Bühne Deutschlands ist.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 222: „Erzh. Ferdinand Karl läßt durch denselben Baumeister ungefähr an der Stelle des heutigen Stadttheaters ein neues Komödienhaus aufführen, das 1655 vollendet und die erste ständige Bühne Deutschlands ist.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (18. März 1925, S. 8): 'Vieles Alts, das heut « noch der Stadt zur Zierde gereichen würde, mußte verschwinden, um modernen, nüchternen Zweckbauten Platz zu ' machen. So fielen auch die schöne geräumige Regelhauskirche und das Versperrte Kloster, beides Stiftungen der frommen Anna Katharina, der zweiten Gemahlin Erzherzog Ferdinands, der Spitzhacke zum Opfer und mußten für den scheunsn- artigen Bau der K l o st e r k a s e r n e Platz machen. Beim Abbruch dieser ehrwürdigen Gebäude stieß man unter dem Fußboden der machte man ähnliche Funde. Für den mächtigen Bau der Kloster- kaferne errechnet? die Hoskriegsbuchhaltuag in Wien die Kosten mit 328. 790 Gulden. Im Versteigerungswegs wurde dann der Bau um den Betrag von 288. 500 Gulden dem Innsbrucker Baumeister Mayr übertragen. Die neue Kaserne wies einen Belagraum für 1600 Mann auf, dazu kamen aber noch viel « Kanzleien, Ofstzierswohnun- gen, Stallungen, das Stockhaus, Kantinrüums ufw. und heute hat es den Anschein, als ob die paar Leute von der Reichswehr in dem Riesenbau kaum mehr Platz ' haben; denn sonst würde man wohl schon längst durch Einbau von Wohnungen den armen Obdachlosen und Waggonbewohnern geholfen haben.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 18. März 1925, S. 8, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9601-erbauung-komoedienhaus-durch-ferdinand-karl-1925).

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