Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF 1367 bis 1445 · FISCHNALER-CHRONIK

Notenschrift zu Wolkensteins Marienlied

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 3. Mai 1924 · Seite 7 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #4485 (Buchseite 259, 1367 bis 1445, Nachweis: 02 128; 20 281; 24 101): „Ueber ein Marienlied des Oswald von Wolkenstein in der Universitäts-Bibliothek zu J. in Notenschrift von Jos. Pembaur sen. Geistliche und weltliche Lieder, herausgegeben von Jos. Schaß, Musik von O. Koller. Wien 1902. Die Lieder und ihre Bedeutung für die tirolische Tonkunst von J. Pöll.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 259: „Ueber ein Marienlied des Oswald von Wolkenstein in der Universitäts-Bibliothek zu J. in Notenschrift von Jos. Pembaur sen. Geistliche und weltliche Lieder, herausgegeben von Jos. Schaß, Musik von O. Koller. Wien 1902. Die Lieder und ihre Bedeutung für die tirolische Tonkunst von J. Pöll.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (3. Mai 1924, S. 7): rch scharpfe nöttin schellen, auf von dem ut hoch in das la / und hrob zu tai schon aus das f a durch manich süehe stimm so hell, des freut euch, guet gefellent Was geht die Red den Götter an? mein singen mag ich nicht getan, wem das mißfall, der laß mich g « n! ' In diesen Versen liegt ein muf ' ckalisches Bekenntnis Oswalds von W o tr e nst « i n. Die Silben ut, la, fa weifen auf feine Schule HM. « m der er sonst nirgends spricht, sie deuten nach Italien, wo sich der tttterlich « Sänger längere Zeit aufgchalten und mft der Praktik de, Meisters Guido von Arezzo vertraut gemacht hatte. Dieser gekehrte Mönch aus dem Orden der Benediktiiier lebte etwa Mv! f > ihre früher und führte eine bis in unsere Zeit hereinreicheude Notenbenennung ein. Aus Schriften dürfte Oswald die Grund- züg « feiner theoretischen Kenntnisse geschöpft haben. — Ein altes Buch, vom Ahn vermacht, gab ihm das einst zu lesen. Di « Pergamentblätter zeigen uns noch mehr.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 3. Mai 1924, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9748-notenschrift-zu-wolkensteins-marienlied-1924).

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