Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
FISCHNALER-CHRONIK · 1918 NOVEMBER 6.

Einmarsch bayerischer Truppen in Innsbruck

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 6. November 1918 · Seite 7 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #2177 (Buchseite 115, 1918 November 6.): „Die in 40 Waggons ankommenden bayerischen Truppen werden schon bei der Einfahrt und am Bahnhof freudig begrüßt; der Stab besetzt die Sillschule, die Soldaten die Retter-Baraken in Wilten; der Bahnhof und das Lager der italienischen Gefangenen bei der Huter-Ziegelei werden bewacht; die Musik konzertiert nachmittags vor dem Theater.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 115: „Die in 40 Waggons ankommenden bayerischen Truppen werden schon bei der Einfahrt und am Bahnhof freudig begrüßt; der Stab besetzt die Sillschule, die Soldaten die Retter-Baraken in Wilten; der Bahnhof und das Lager der italienischen Gefangenen bei der Huter-Ziegelei werden bewacht; die Musik konzertiert nachmittags vor dem Theater.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (6. November 1918, S. 7): Die Tschechen und Magyaren werden von hiesigen Truppen, so gut es bei den obwaltendmen Zuständen möglich ist, entwaffnet und ihnen die minötigen sonstigen Ausrüstungsqegenstände aöge- nommen, wobei es naturgemäß nicht ohne dramatiiche Attftritte abgehr. Heute mit 4 Uhr früh überfielen Sol- dat-en eines solchen Transportes, welche den Schsttzen- reglmentern Nr. 14, 10 und 8 und einem regellosen Un- garntransport angehörteu, den Güter bahn Hof und das Eilgutmagazin sowie einen P o st v a k c t io a 4 e n und raudien verschiedene Lebensrnittel. Bon sehr vorteilhafter Wirkung sind die behördlichen Anordnungen bezüglich der Sperre der Gasthäuser und der Haustore. Um 7 Uhr abends beginnen sich die Straßen be-vits sehr zn entvölkern, was den Sicherheitsorganen die Tätigkeit wesentlich erleichtert. Militärpatrouillen, verstärkt durch Sicherlleitswachleute, sorgen daftir, daß sich niemand in den Nachtstunden müßig auf den Straßen herumtrcibt. Der Ausbau des Sicherheitsdienstes schreitet gut voran: außer dem beim Magistrate errichteten Sicherüeitsaus- sch-utz, der für die Stadt Linz tätig ist, wurde nunmehr ein ähnliches Amt bei der Landesregierung, ins Leben gerufen, das die Sicherheit des Landes zu wahreit Hai.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 6. November 1918, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9768-einmarsch-bayerischer-truppen-in-innsbruck-1918).

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