Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF 1722 Juli–August · FISCHNALER-CHRONIK

Plafondausmalung des Doms durch Asam

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 19. April 1923 · Seite 5 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #2854 (Buchseite 150, 1722 Juli–August, Nachweis: 23 89): „Cosmas Damian Asam aus Benediktbeuern, verehelicht mit einer Innsbruckerin, geb. v. Mörl, vereinbart mit dem Stadtrat die Ausmalung des Plafonds mit Bildern aus dem Leben des hl. Jakobus um 3500 fl.; er vollendet das Werk 1723 Aug. 6. (Ueber ein Detail s. der Maler Martin Tanzer aus Stubai).“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 150: „Cosmas Damian Asam aus Benediktbeuern, verehelicht mit einer Innsbruckerin, geb. v. Mörl, vereinbart mit dem Stadtrat die Ausmalung des Plafonds mit Bildern aus dem Leben des hl. Jakobus um 3500 fl.; er vollendet das Werk 1723 Aug. 6. (Ueber ein Detail s. der Maler Martin Tanzer aus Stubai).“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (19. April 1923, S. 5): Es nützte ihm aber alles nichts mehr, er wurde wieder ergriffen und nach kurzem Pro- zeß gehenkt. Da zur damaligen Zeit, im Jahre 1723, der bayerische Hofmaler Kosmas Damian Äfam gerade mtt der Ausmalung der St. Jakobs Pfarrkirche beschäftigt mar, verewigte er-den berühmten Ameisberger auf dem mittleren Deckengemälde, wo er als bärtiger Mann mit nacktem Oberkörper, wie er gerade eine Kette sprengt, heute noch zu sehen ist. Ein anderer Stubaier Riese, der Hochgenäuner, war in dem zu Stubai gehörigen Ellbogen an der alten Salzstraße zu Hause. Er war im Stande, mit einem Ruck ein umgefallenes Heufuder aufzurichten und ganz allein einen Wagen mit Holzstämmen zu beladen. Als er sich einmal von Hall ein paar Zentner Salz holte, sah er aus einem Feld bei Judensteln eine eiserne Egge liegen; da grad niemand dabei war, lud er sie zu den Salzsäcken aus seinen Rücken und ging weiter, als ob nichts geschehen sei; so wenig ließ er sich von der neuen Last oukennen, daß er sich noch nach Steinen bückte und damit Obst von-den Bäumen warf. Auch aus dem Stockhof bei Kreith lebte eine Generation von Riesen» die man die Starken oder Unholden aus dem Stubai hieß.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 19. April 1923, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9799-plafondausmalung-des-doms-durch-asam-1923).

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