Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
ELEKTRISCHER HOFFNUNGSSCHLAGE

Elektrische Wiederbelebungsmethode nach Scheintode durch Wassererstickung

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 4. November 1868 · Seite 5
( Sehr fatal, wenn der Gebrauch auch anderwärts cingeführt wäre; zu Zeiten würde das Gebimmel den ganzen Tag kein Ende nehmen!) (Kein Scheintod mehr) Ein Londoner Arzt, Dr, Charles Kidd, lenkt die Aufmerksamkeit deö Publikums auf eine Methode, welche er „ Faraday ' S elektrische Methode " nennt, um Personen, welche im Wasser oder durch Dämpfe erstickt worden, sogar nach ein r > der zweistündigem „ Scheintode " wieder in ' S Leben rufen zu können. Er erklärt stch entschieden gegen die gewöhnliche Annahme, daß Ertrunkene, sobald sic 10 oder 15 Minuten im Wasser gelegen, nicht wieder in ' S Leben zurückgerufen werden könnten, freilich nur selten auf dem bisherigen Wege des FcottirenS. Es sei thöricht, nicht anderthalb Stunden wenigstens nach den Körpern im Wasser Befindlich « zu suchen, da keineswegs die Hoffnung aufzugeben fei, sobald FaradayS elektrischer Apparat benutzt werden könne.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 4. November 1868, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/2215-elektrische-wiederbelebungsmethode-nach-scheintode-durch-1868).

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