das städti che Bauamt beauftragt mit Zugrundelegung deö Projektes von 1860 und unter Anwendung zweckmäßiger Modifikationen ein neues Projekt anzufertigen, ausdrücklich wurde jedoch bestimmt, daß daSSchwimmbassin dieselbe Größe nämlich 25 Klafter Länge und 12 Klafter Breite erhalten soll. Das städtische Bauamt hat jedoch ein Projekt mit 24 Klafter Länge und 14 Klafter Breite vorgelegt, und auf Grund dieses Projektes hat der große BürgerauSfchuß in der Sitzung vom 5. Juli d. IS. die Erbauung der Schwimmund Badeanstalt genehmiget. Bei der durch die k. k. Bezirkshauptmannschast abgehaltenen Baukommission zeigte eS sich, daß der Bau in den dem Herrn Johann Sattler zur Benützung zustehenden Fischerweg eingreifen, und daher der Bau schmäler angelegt werden müsse. Am 13. August d. Js. wurde daS Projekt zur nochmaligen Ueberprüfung dem Bau - Comitö mitgetheilt, welches, nachdem der Antrag, die Anstalt in der Nähe deS GaSdammeS zu errichten, vorläufig als unausführbar sich darstellte, verschiedene zweckmäßige Abänderungen beantragte, welche in dem vom Herrn AloiS HaaS entworfenen Projekte in Anwendung kamen. Nach diesem Projekte wird der Schwimmbassin 26 Klafter lang und 12 Klafter breit, erhält ein 12 Zoll dickes Pettonlage und wird in Cemcnt auSgemauert. Da hiedurch der Kostenvoranschlag bedeutend überschritten wurde, habe daS Bau - Comitö und der Magistrat beantragt, daß daS Wärmebaffin vorläufig nicht auSgeführt werde, da zu erwarten stehe, daß daS Wasser des Schwimmbassins doch die erforderliche Wärme erhalte und das Wärmebassin falls eS sich als nothwendig Herausstellen sollte, jederzeit hergestellt werden könnte. Bei der hierüber eingetretenen Debatte drückt Herr Daum die Befürchtung auS, daß daS Wasser für das allgemeine Publikum zu kalt bleiben wird, wenn daS Wärmebassin nicht hergestellt werde. Er habe die alte Schwimmschule sehr oft besucht und gefunden, daß das Gießenwaffer 13 Grad nicht übersteige, eine Temperatur, welche nicht Jeder erträgt, daher die Besorgniß nicht unbegründet sei, daß die Anstalt weniger besucht und daher ein geringeres Erträgniß abwerfen werde. — Dem Herrn Vorredner erwiedert Herr Johann Kästner, Stationschef, vaß er die Ansicht desselben keineswegs theile, daß vielmehr das Wasser deS Schwimmbassins durch die Leibeswärme der Schwimmer erwärmt werde und diese Wärme in sich behalte, da viel mehr als di Hälfte des Wassers ständig im Bassin bleibe, wofür am Gießen vermöge der ungünstigen Niveauvcrhältniffe ein Abfluß nicht bewirkt werden könne. Er glaube vielmehr, daß das Wasser deö Schwimmbassins einer lauwarmen grünlichen Pfütze gleichkommen werde, die nicht sonderlich besucht werden wird, daher er auch nie für dieses Projekt am Gießen gestimmt, sondern beantragt habe, die Schwimmanstalt am Gießen mit sehr geringen Kosten und in viel kleineren Dimensionen zwar herzustellen, aber auch darnach zu streben, daß an einem
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 23. November 1869, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/2417-neues-projekt-fuer-die-schwimm-und-badeanstalt-und-debatte-ueber-1869).
(Der Gasthos zum «österretchischen Huf " dabier wurde, wie das Tagblatt vernimmt, von seinem dermaligen Eigenthümer, Herrn R edl, an die Gebrüder Beer, Besitzer des Hotels Reichmann in Mailand, verpachtet, welche dasselb …
Für das Gasthaus zum „ weißen Rößl " in Schwaz, mit welchem auch eine Metzgergerechtsame verbunden ist wird auf Georgi d. Js. ein Pächter gesucht. — Pachtliebhaber werden eingeladen, die Pachtlokalitäten zu besichtigen, …
Feilbietungs Edikt. Mit Bewilligung des hochlöblichen k. k. Landesgerichtes hier, als AbhandlungS - Behörde vom 30 d.. Mts., Nro. 1138, wird das zu den Verlassenschaften des Herrn Tobias GrieHek und dessen Ehegattin Frau …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.