stellt. Der II. Zug sicherte das Haus gegen Osten, die Pegger ' sche Leiter war im Nu gestellt, die Schläuche aufgezogen, die Verbindung mit der Spritzen, welche an der Ritsche von Dreiheiligen 100 — 150 S chritte entfernt standen, hergestellt. Der III. Zug sicherte die Oekonomie - Gebäude, welche nach Osten tehen, und hatte mit seinen Steigern eine schwierige Aufgabe zu lösen, indem der First eines großen Ziegeldaches erklommen werden mußte. Die beiden Spritzen stellten sich auch ani Sillkanal auf, um Wasser zu geben. Auch das k. Militär war allarmirt, rückte zur Uebung aus und leistete vorzügliche Dienste, die Ordnungsmannschaft löste ihre Aufgabe ungemein rasch und mit vollstem Berständniß, indem der Platz von derselben vollkommen abgesperrt wurde, und die Mannschaft mit den Geräthen ungestört Vorgehen konnte. Vom Augenblicke der Allarmirung bis zum Eintreffen der Geräthe am Uebungsplatze verflossen 10 und bis nach vollendeter Aufstellung 15 Minuten. Nachdem alle Maschinen Wasser gegeben halten, und nahe an 4000 Fuß Schläuche in Verwendung waren, wurde der erste und zweite Zug zurückgerufen, um an den Gebäuden der Kinderbewahranstalt aufzusteigen, indem angenommen wurde, daß durch Umschlagen des Windes obiges Objekt in Gefahr stand, in Brand zu geräthen. Auch diese Uebung wurde mit Präzision ausgeführt. Es waren zahlreiche Gäste, Feuerwehrmänner von Ienbach und Hall anwesend, welche sich sehr lobend über die fr eiwillige Feuerwehr Innsbruck ' s aussprachen; auch die Einwohnerschaft JnnSbruck ' s zeigte reges Interesse für die Sache, indem dieselbe dichtgedrängt hinter der Leine der Ordnungsmänner der Uebung mit Aufmerksamkeit folgte. Leider war das Wetter kein günstiges, der Himmel öffnete seine Schleußen und wäre im Falle des Ernstes der Feuerwehr zu Hilfe gekommen. Als der ganze Körper in Linie aufgestellt war, rückte derselbe unter Borantritt der Feuerwehrmusik zum Magazine ein, wo die Mannschaft ein Qnarrö bildete, und vom Herrn Bürgermeister Worte der Anerkennung, der Aufmunterung und des Dankes an dieselbe gesprochen wurden; unter donnerndem „Gut Heil " auf die warm gesprochene Rede war die Uebung beendet. Die Mannschaft und die Gäste fanden sich zu fröhlicher Unterhaltung beim Huber- Wirth ein. Die Musik spielte abwechselnd fröhliche Weisen und kräftige Lieder erheiterten das Gemüth. Die freiwillige Feuerwehr hatte gestern bewiesen, daß die Bewohner JnnSbruck ' s, wenn nicht außerordentliche Umstände einlreten, vollkommen beruhigt sein können, indem jede ernste Aufgabe mit Opferwilligkeit und Berständniß gelöst wird. Möge das Institut gedeihen und eine Zierde der Landeshauptstadt sein und bleiben.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 16. Juni 1874, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/3350-erfolgreiche-feuerwehruebung-in-innsbruck-mit-militaerischer-1874).
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Gztra - Neilage zü de « Zuusörucker Machrichten Vitro. 20 fln die Rewohner Dnnsörucfc ’ s! In Folge der Organisation unserer freiwilligen Feuerwehr untersteht derselben bei Brandfällen au « schließlich duS gesanioite Lös …
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(Unsere freiwillige Feuerwehr) ist in arge Zerfahrenheit gerathen. Innere Zwistigkeiten, welche gelegentlich der Wahl eine « Kassier « ihren Anfang nahmen, haben sie in zwei Parteien gespalten, und dir mehrmal schon zur …
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