60 ° / » herbeizuführen. Von diesem Momente an ging sein Geschäft den Krebsgang. _ _ _ _ _ _ ( Forts, folgt.) Philologen - Yersammlung. Die dritte und letzte allgemeine Sitzung der Philologen - Versammlung hatte am 1. Oktober statt. In derselben standen folgende streng wissenschaftliche Vorträge auf der Tagesordnung: Hr. Prof. Dr. Linker aus Prag: Zur Kritik des Horatius; Prof. Dr. Dietrici aus Berlin: AriftoteliSmus und PlatoniSmus im X. Jahrh. n. Ehr. bei den Arabern. Den Schluß dieses höchst interessanten anziehenden Vortrages bildeten folgende Worte: So gibt eS neben dem Bildungsstrome, der von Rom aus Europa befruchtete, noch einen zweiten aus dem Osten, der getragen ist von dem Gedanken, daß die Freiheit des Strebend, die Erhebung des sittlichen Gedankens, die Reinheit des GemütheS, das einuge Ziel sei, das den Menschen zum Menschen erhebe. Den Schluß mit den Vorträgen machte Dr. Ben icken aus Gütersloh: Ueber das 12. und 13. Lied vom Zorne des Achilleus in der Ilias. N S 0. Hierauf folgten die Berichte über die Verhandlungen der Sektionen durch ihre Vorsitzenden. I » der pädagogischen Sektion wurden 4 Sitzungen gehalten unter dem Präsidium des Hrn. Dr. Eckstein. Von den vielen eingegangenen Anträgen und aufgeworfenen Fragen wurde in Behandlung genommen die Frage über die Nolhwendigkeit oder Entbehrlichkeit der Instruktoren für Gymnasiasten. Mit Befremden vernahmen die deutschen Philologen, wie das Jnstruktorenthum in Oesterreich wuchere, und äußerten sich dahin, daß die Schule es. einfach verbieten solle. Nach Erwägung der Gründe für und gegen wurde dann als Mittel der Abhilfe empfohlen, daß das Lehrerkollegium es dahin zu bringen habe, daß die Schüler keiner Instruktoren bedürfen. Weiter wurde die Frage über die Nothwendigkeit der pädagogischen Ausbildung der Lehrer behandelt. Das Bedürfniß wurde zwar verschieden aufgefaßt, aber allgemein anerkannt, während über die Mittel die Ansichten bedeutend auseinandergingen Prof. Schiller vertrat die Ansicht, daß die Universität allein der wissenschaftlichen Ausbildung des Studenten gehöre und die praktischen pädagogischen Hebungen erst nach dem Examen beginnen sollen. Eine andere Ansicht will die Hebungen in das dritte Studienjahr verlegt wissen. Auch die Frage über Einführung des Zeichenun errichtes wurde als Nothwendigkeit bezeichnet und zwar für das Unkerghmnasium als obligatorischer Gegenstand.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 3. Oktober 1874, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/3400-dritte-sitzung-der-philologen-versammlung-mit-wissenschaftlichen-1874).
Publikation der statistischen Central - Kommission über den Stand der österreichischen Universitäts - Bibliotheken Eude 1871 abgesehen von Manuskripten und Jncunablen 58. 530 Bände. Sie ist unter den österreichischen Uni …
Beginn 8 * /? Uhr. (Naturwissenschaftlich medizinischer Verein.) Heute Mittwoch Sitzung. Tagesordnung: Prof. Lang spricht über frühzeitigen Haarverlust. Herr von Trentinaglia hält einen Vortrag über Temperatursoszillatio …
(Studentische Vereine.) Unter der hiesigen akademischen Jugend treibt daS Vereinswesen zahlreiche Sprossen. Die „ Athesia ", „ Austria ", „ Gotbia ", „Rhätta ", „ Vorarlbergia, " „ Societä degli Studeuti Trentini ", „ ak …
Der Vorstand. (Die Lehrmittelausstellnng im Bürgerschulgebäude.) Es war eine außerordentlich gelungene Idee, den zahlreichen Gästen, welche sich zur heurigen Generalversammlung der tirolischen Volksschulvereine in unsere …
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