972 Von der löbl. Vorstehung des Pensionates der Gesellschaft Jesu zu Feldkirch ist dieser Tage ein lithographirtes Programm ihrer neuen Erziehungs- Anstalt veröffentlicht worden, welches Programm mit einer gelungenen Ansicht des majestätischen Pensionat - Gebäudes geschmückt ist. Wir entnehmen diesem Programme des Pensionats „STELLA MATUTINA “ die nachstehenden Bedingnisse als die Wichtigsten: 1) Das Pensionat Stella Matutina der Gesellschaft Jesu zu Feldkirch macht sich zur Pflicht, Jünglinge nach den Grundsätzen und im Geiste der Religion zu erziehen und zu bilden. 2) Der Lehrkurs umfaßt in 8 Jabren die vollständige Gymnasial - Bildung, und sucht die Zöglinge in den Stand zu setzen, in allen deutschen Bundesstaaten die Prüfungen für den Uebertritt an die Universität zu bestehen. Nebst den gewöhnlichen Gymnasial - Gegenständen wird Unterricht ertheilt in der französischen, italienischen und englischen Sprache, und zwar von Lehrern, die diese Sprache als ihre Muttersprache reden oder wenigstens in den betreffenden Ländern erlernt haben. 3) Die jährliche Pension für einen Zögling beträgt 350 fl. CM. ( effectiv Silber oder in österr. Banknoten zum Tageskurs), welche in 4 Raten, nämlich am Tage des Eintrittes, am 15. Dezember, 1. März und 15. Mai, voraus entrichtet werden. Im Falle die Eltern im Laufe des Vierteljahres einen Sohn aus der Anstalt zurücknehmen, findet keine Rückzahlung statt. In diesem Betrage sind inbegriffen: der Unterricht in sämmtlichen Lehrgegenständen des Gymnasium ' s, in der französisck en, englischen und italienischen Sprache, im Schönschreiben und Zeichnen, Schwimmen, Turnen und Gesang, der tägliche Besuch des Hausarztes, Reinigung der Wäsche, kleinere Ausbesserungen derselben, jedoch ohne Zugabe. 4) Das Schuljahr beginnt mit dem Monat Oktober und schließt mit dem Monat Juli. Der Tag des Eintrittes in die Anstalt und der Beginn der Ferien wird in jedem Jahre besonders angezeigt. 5) Die Eltern erhalten dreimal im Jahre Nachricht über das sittliche Verhalten, den Fleiß, die Fortschritte und die Gesundheitszustände ihrer Söhne. 6) Die Gesundheit wird mit möglichster Sorgfalt und Vorsicht gepflegt, ein Hausarzt besucht täglich die Anstalt. In Erkrankungsfällen wird den Eltern unverzüglich Nachricht gegeben, und von dem Verlaufe der Krankheit werden sie fortwährend in Kenntniß gesetzt. 7) Briefe und andere Sendungen können die Zöglinge nur durch Vermittlung der Oberen empfangen und abgeben. 8) Die Zöglinge haben nebst Kleidung folgende Gegenstände mit der ihnen zugetheilten Nummer bezeichnet, mitzubringen; 1 Matraze 51/2 Schuh lang, 2
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 24. Juni 1856, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/348-neues-programm-des-jesuitenpensionats-stella-matutina-in-feldkirch-1856).
1683 Die sonn und feiertäglichen Vorlesungen » über die Rettungsmittel beim Scheintode und in plötzlichen Lebensgefahren " beginnen Sonntag den 26. Oktober und werden den Winter hindurch für Jedermann im Vorleselokale de …
1764 In der Wagnerischen Buchhandlung in Innsbruck, Briren und Feldkirch, sowie bei I. Geiser in Trient ist zu haben: Anleitung zur Zucht und Dressur aller Arten der Jagdhunde, insbesondere des Hühner -, Leit -, Schweißh …
Aus Innsbruck, 8. Mai, schreibt man der »Augsburger Post- Zeitung «, welche kürzlich einer andern Korrespondenz gegen die Berufung der bochwürd. Väter Jesuiten als Tbeologie - Professoren an unserer Universität in ihrem …
September 1854 enthält eine Biographie des Herrn Mahlschedl, Ritter v. Alpenburg. Der kleine Raum unseres Blattes erlaubt uns nicht, den ganzen Aufsatz zu geben; wir beschränken uns daher blos auf einzelne interessante S …
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