stehen sondern dieselben übertreffen. Es hat sohin dieser Theil des Publttuma Wohl keinen triftigen G und, sich über die Auflassung di ser Restauration z beklagen, da derselbe hinlänglich Ersatz hiefür zu finden Gelegenheit hat. Der größere Theil des Publikums wird jedoch die Auflassung dieser Restauration mit Freuden begrüßen können ( Oho Rufe) und zwar nicht nur deswegen, weil dadurch eine Vergrößerung der Promenadeanlagen in Aussicht steht, sondern wohl vorzüglich deßhalb. weil auch dadurch die immer schöner und geschmackvoller angelegten Blumengesträuche und Bäumegrupp rungen von boshaften Beschädiguugeu mehr verschont bleiben werden als es bisher der Fall war, da durch Auflassung der Ausschank im Garten die Aufficht über denselben viel ungehinderter und leichter für die Folge ausgeübt werden kann. Diese Gründe vorausgeschickt, muß schließlich noch bei der Frage deS Fort oder Nichtfortbestandes der in Rede stehenden Restauration doch auch den übrigen Schankgartenbesitzern und Gastgebern Rechnung getragen werden, denn gerade in jüngster Zeit haben dieselben ihr Möglichstes aufgeboten, dem Publikum Garten - Restaurationen zu bieten, welche gewiß an Lage, Bequemlichkeit und Eleganz nichts zu wünschen übrig lassen und welche gewiß das zu bieien und zu ersetzen im Stande sind, was d > e bisherige Restauration im Hofgarten geboten hat. Diese unternehmenden und keine Mühe scheuenden Gastgeber könnten daher darin, daß diese Restauration für immer ansgelassen würde, nur eine wohlverdiente Belohnung ihrer Bemühungen finden, bestehend in Entfernung eines Konkurrenten, der ihnen im Falle des Fortbestandes einen merklichen Schaden in ihren Gartenschankgewerben zufähren würde. Ais Vorstand der Genossenschaft der Gastwirthe in Innsbruck und als Vertreter der Interessen dieser Wirthsinnung nach Außen, erlaubt sich daher der gefertigte Andrä Unterberger, Gastbosbesitzer in Innsbruck, an daö hohe?. k. Oberfthofmeisteramt in Wim die ergebenste Bitte zu stellen: Hochdasselbe geruhe in Erwägung der vorangesührten Gründe und insbesondere in Berücksichtigung der materiellen JntereDn der Gartenschankbefitze » den Gastgeber und Wirthe in Innsbruck die durch das Ableben des Herrn Benedikt Eschenlohr mit kommendem Frühjahre freiwerdende Restauration in den k. k. Hofgarlen - Lokalitäten auch für dis Folge frei und unbesetzt zu lassen und das Wiederaufleben dieser Konkurrenz nicht nur nicht zu unterstützen, sondern möglichst zu hindern. " Diese Petition wurde von der Statthalterei dem Gemeinderathe überleben, damit derselbe sein Gutachten über den Fortbestand der Hofgarten - Restauralion ausspreche. Gem. R. Flunger sagt, er müsse sich, obwohl er selbst einen Schankgarten besitze, gegen diese Petition der Wirthe aussprechen, er könne dieselbe nicht billigen ( Allgemeines Bravo). Es sprechen für den Foribestand dieser so allgemein beliebten Restauration die Gem. - Räthe Hummel uno Dannhauser; letzterer auch mit Rücksicht auf die Fremdenfrequenz im Sommer. Wie vorauszusehen war, sprach sich der Gemeinde ath sodann einstimmig für den Fortbestand der Restauration im k. k.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 25. Jänner 1877, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/3716-gemeinderat-lehnt-auflassung-der-hofgarten-restauration-ab-1877).
(Goldene Traube) Innsbruck hat zwar die „ blaue Traube " eingebüßt, dafür aber eine „ gold. Traube " erhalten, es prangt nämlich dieses Schild seit einige » Tagen am ehemals Moll ' schen Kaffehause in der Hofgasse. …
(Vom Hofgarten.) Der hiesige kais. Hofgarten, der durch den Neubau der Hofftallungen eine nicht unbedeutende Erweiterung erfahren hat, erhält nun eine Neuerung, die nicht nur ihm wesentlich zur Zierde, sondern auch dem P …
(Beriinderung auf dem Margarethenplatze.) Gestern wurden die Kastanienbäume, welche sich auf dem Margarethenplatze unmittelbar vor der Feigenmühle befanden, entfernt. Ihre Niederlegung versammelte ein zahlreiches schaulu …
Als nun die vorwitzige und vordrängende Frauenwelt an die Reihe kam, da rief er mit mächtiger Stimme in den ungeordneten Haufen hinein: „ Allo, vorwärts; die „ Schiechsten " voraus! “ Da wollte keine den Anfang machen; f …
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