Unterhaltnngs Blatt. Die Wirkungen des Alkohols. Von Königbauer. Der Alkohol ist der wirksame Bestandtheil unserer geistigen Getränke (Wein, Liqueur, Branntwein, Bier rc.) und gewiß hat die Mehrzahl der civilisirten und uncivilisirten Menschen männlichen Geschlechtes durch eines derselben seine gefährlichen Eigenschaften schon kennen gelernt. An und für sich läßt sich gegen einige derartige Erfahrungen nichts einwenden; sie können im Gegentheil recht heilsam wirken. Wer aber öfters der Gewalt dieses feurigen Geistes unterliegt, läuft Gefahr, sein Sklave zu werden, denn er gleicht „Jenen bösen Zauberschlangen, Die mit ihren Gluthenaugen Schnell die armen Opfer bannen, Wie in einem Zauberkreise; Nimmer können Sie von dannen. " Von dieser Zaubergewalt macht man sich erst einen Begriff, wenn man Berichte, wie folgenden des vr. v. Marmon aus den Vereinigten Staaten Nordamerika ' s liest. Dieser schreibt: „ In den letzten zehn Jahren hat der Genuß von Spirituosen erstens der Nation eine direkte Ausgabe von 600,000. 000 Dollars gekostet; zweitens eine indirekte von 600,000. 000 Dollars; drittens 300. 000 Leben zerstört; viertens 100. 000 Kinder in die Armenhäuser geschickt; fünftens wenigstens 150. 000 Personen zu Gefängnissen und Arbeitshäusern verholfen; sechstens wenigstens l 000 Fälle von Wahnsinn geschaffen; siebentens wenigstens 2000 Selbstmorde veranlaßt; achtens durch Feuer oder Gewalt einen Verlust von wenigstens 10,000. 000 Dollars Werth verursacht; neuntens 200. 000 Witwen und!, 000. 000 Waisen geschaffen. ( Smith, Nahrungsmittel II. 162.) Und trotz dieser furchtbaren Wirkungen singt die Menschheit Loblieder auf die Spirituosen. Man nennt sie die „ Milch der Greise, die Freude der Mädchen, die Oefen der Frierenden, den Trost der Betrübten, die Stärke der Hungernden rc. " Oder sollten all diese ehrenden Titel nicht dem Alkohol gelten? Sicher! denn obwohl Bier und Wein noch andere erregende Bestandtheile enthalten, wirkt doch keiner davon in der durch obige Sprüche bezeichneten Weise. Er muß also auch gute Eigenschaften an sich haben, sonst würde man nicht allerorts Hymnen auf ihn dichten und singen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 2. Juli 1877, S. 10, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/3771-warnung-vor-den-gefahren-des-alkoholgenusses-und-seine-verheerenden-1877).
und die erste erzeugt. Die großen Städte, welche das Bedürfniß nach einer unverfälschten Milch haben, consumiren hievon das Meiste. Indem zur Conservirung nur die beste Milch verwendet wird, so kann dieses Fabrikat beste …
(Ein Methusalem.) Anton Monz, zuständig nach Hall, Geschirr und Früchtenhändler, 102 Jahre alt, erschien gestern bei der hiesige » k k. Bezirkshauptmannschaft und ersuchte um Verlängerung seines Reisepasses, mit dem ausd …
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