Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HACKE-TOD ODER WIDERRUFEN?

Schwere Verletzung eines Taglöhners durch angebliche Trunkenbolde am Fürsten-Weg

Gestern Nachmittag wurde in der Reichenau am rechten Jnuufer die Leiche des Taglöhners Tobias Klotz ans der Scharnitz von Bauern gefunden. Ein grauenvolles Ereigniß hat gestern Vormittag in der Rübe des Fürsten - Weges zwischen Am ras und Willen stattgefunden. Es begegnete dort ein älterer Taglöhner, welcher eine Holzhacke bei sich trug, um Stauden umzuhauen, und den sein Sohn begleitete, dreien, wie man hört, ziemlich angetrunkenen Bauersburschen, welche Händel suchend mit ersteren Zweien anbanden, dem Alten die Hacke entrissen und ihn am Kopfe damit lebensgefährlich verwundeten. In Folge des dabei stattgefundenen Lärms und des Hilferufs des gleichfalls von den Dreien mißhandelten Sohnes des Schwcrverwundeten eilten von den nahen Sillhöfen mehrere Männer herbei, von welchen die Trunkenbolde überwältigt, gebunden und der k. k. Gendarmerie zur Ablieferung an das Gericht übergeben wurden.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 28. Oktober 1856, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/392-schwere-verletzung-eines-tagloehners-durch-angebliche-trunkenbolde-1856).

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