2419 Die erste kunstgewerbliche Ausstellung in Innsbruck. (Fortsetzung aus Nrv. 184 und 191.) Der Katalog über die ausgestellten Gegenstände vom österr. Museum für Kunst und Industrie in Wien weist im Ganzen bei 150 Nummern theils sehr gelungener Gypsabgüsse, theils vortrefflicher Modelle als Vorlag n und Lehrmittel für Freihandzeichnen, theils prächtige Nachbildungen ( Jnitationen) in Ghps von Statuetten, Reliefs, Urnen, Kästchen, Schilden rc auf. Dieselben sind zum Theil im Gange aufgestellt oder an der Wand aufgchängt, zum Theile be sonders im Vordergründe des ersten SaaleS reihenweise hingestellt. Der erste Saal birgt reiche Schätze textiler Kunst aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert. Verschiedenfarbige Seiden -, Atlas und Sammtstoffe mit Gold und Silberstickerei zu kirchlichem Gebrauche, Salonzierden und Galakleidungsstücken velwendet, bieten sich da dem Auge. Hier kann man sich leicht das Gepränge der Hofkavaliere und Hofdamen im vorigen Jahrhundert vorstellen. Die Hausindustrie verschiedener Völker Europas und Asiens wird uns ebenso anschaulich gemacht durch einzelne Stücke schöner Handarbeiten von verschiedenen Stoffen. Nimmt man noch die Gegenstände der höhern Fachschule für Kunststickerei in Wien (Leiterin Frau Emilie Dach), der k k. landespriv. Baumwollwaaren - Fabrik von Joh. Garber & Sohn in Wien, die 3 > Tafeln Tapetenmuster von Balin in Paris und eine Reihe von Studien für Blumenmalerei dazu, so könnte nian fast glauben, daß es da mit in diesem Saale abgethan sei. Dock da täuscht man sich. Da stehen in der Mitte des Saales gar verlockend die Glaskästchen, aus welchen uns die Prachtstücke der Email und Goldschmiedekunst entgegenschimmer », und links und rechts die reichhaltige Kollektion von Nutz und Prunkgläsern von I. und L. Lobmeyer, k. k. Hoflieferant in Wien. Die Ziselirschule des k. k. österr. Museums ( Leiter Stefan Schwartz), der Schüler der Kunstgewerbeschule Gustav Lind, die Dronzewaaren - Fabrik von C. Lux in Wien, die k. k. Hofbronzcwaaren - Fabrik von Dziedzinski und Hanusch in Wien erfreuen den Besucher noch mit einer ungemein reichhaltigen Sammlung der verschiedenartigsten Gegenstände von unedlen Metallen, Bronze, Zinn rc., meistens in mustergiltigem Style gehalten und mit großer Sorgfalt gearbeitet. Aber auch damit ist es noch nicht fertig. Die Keranik ist vertreten durch prächtige Schaustücke auö der chemisch technischen Versuchsanstalt des Museums unter Leitung deö Regiernngsrathes Ko sch in Wien. Jbr schließen sich an die Kollektionen von Thonwaaren aus der Fabrik der Gebrüder Schütz und aus der k. k.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 23. August 1878, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/3936-eindrucksvolle-praesentation-der-ersten-kunstgewerblichen-1878).
189 dorf, dem Sitze der großen Landschafter - Schule gilt, lesen wir folgendes Urtheil über dieselben Aquarellen: „ Das künstlerische Ereigniß des Tages bilden die aus der permanenten Ausstellung von Bismeyer und Kraus a …
(Glasmalerei und Mosaik - Anstalt.) Sonntag den 10 März veranstaltet die Tiroler Glasmalerei die Ausstellung der für die Pariser Welt - Exposition bestimniten drei Haupt - Objekte: ronianische Rose für Stift Heiligkreuz …
(Ein Mosaikbild) aus der Werkstätte des Herrn Albert Neuhauser, darstellend die trauernde Madonna nach Zurboran ist im ersten Schaufenster der Unterberger ' schen Kunsthandlung auf nur zwei Tage ausgestellt, da es soeben …
(Ferdinandeum) Von Sr. kais. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Karl Ludwig ist letzter Tage ein hochwerthvolles Geschenk an das hiesige Landes - Museum Ferdinandeum eingetroffen, nämlich 6 Musik - Instrumente, …
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