Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
BEINLOS UND NOCH NICHT HEIL

Kaiserjäger Alber und die Konizität des Stumpfes nach Oberschenkelamputation

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 16. Mai 1879 · Seite 3
(Kaiserjäger Alber noch einmal.) Die Geschichte des in der Herzegowina verwundeten und amputirten, jetzt auf der hiesigen Klinik befindlichen Kaiserjäger Alber hat so nrancherlei, vom Standpunkte des Nichtarztes begreiflichen Verwunderungen Veranlassung gegeben. Von kompetenter Seite wird uns folgende Aufklärung mitgetheitt. Nach der ersten Amputation des Oberschenkels, die wegen eines Knieschusses mit darauf folgenden Brande des Oberschenkels, ausgesührt worden war, trat die sogenannte Konizität des Stumpfes ein, d. h. die durchgeschnittenin Weichtheile schrumpften und zogen sich während der Wundheilung ringsuni so stark zurück, daß dadurch ein Herausragen des Knochens bedingt wurde. Gerade am Oberschenkel tritt diese Erscheinung mitunter auch bei der kunstgerechtesten Ausführung der Operation ein, ohne daß man im speziellen Falle Anhaltspunkte hätte, um ihr Eintreten vorauszusehen
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 16. Mai 1879, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4023-kaiserjaeger-alber-und-die-konizitaet-des-stumpfes-nach-1879).

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