Die Vorlage der Arlbergbahn wurde in der Sitzung des österreichischen Abgeordrutenhames am Sunsta e vom Handelsminisier eingebracht. Durch den 1. Artikel derselben wild die Regierung ermächtiaet, eine Lolomotiv Eisenbahn von Innsbruck im Anschlüsse an die Linien der S ' idbahn über Landeck und durch den Arlderg zur Verbindung mit der Verarrbe ^ gerbahn mit einem Kostenaufwande von 35 600. 000 fl. auf Staatskosten herzust llen. Der Gesetzentwurf trifft die Bestimmung, daß der Bau der Arlbergbahn noch im Jahre 1880 zu beginnen habe. Art. 2 lautet: In Ansehung der nach Artikel 1 herzust llenden Eisenbahn wild die Befreiung von den Stempeln und Gebühren für all » Veitr ge, Eingaben und Urkunden z m Zwecke des Baues und der Jnstrwrung der Bahn, sowie von der beiGrundeinlösung auflaufendenUebetragungsgebühr gewährt. Art kel 3. Wegen Bedeckung des zu diesem Baue erforder lichen Aufwandes wird durchein besonderes Gesetz Vorsorge getroffen. Artikel 4. Mit dem Vollzüge dieses Gesetze ^, welches mit dem Tage seiner Kundmachung in Wirksamkeit tr tt, sind der Handeisminister und der Finanzminister beauftragt. Der umfangreiche Motivenbericht betont zunächst die staatliche Nothwendigkeit der Arlbergbahn und behandelt sodann die drei Abtheilungen: 1 die technische Ausführung, 2 t die kommerzielle Bedeutung der Bahn, 3. die Anträge des Gesetzentwurfes im Einzelnen. 1. Technische Ausführung. Die Arlbergbahn zerfällt in die Thalstrecke Jnnsl ^ ruck - Landeck und die Gebirgsoder Tunnelstrecke Landeck - Bludenz A. Die 72 Kilometer ( gleich 9 5 Meilen) lange Thal strecke Innsbruck - Landeck nimmt ihren Ausgang von dem bestehenden Innsbrucker Bahnhofe der Süebabn und führt, durchwegs aus dem rechten Inn- Ufer verbleibend im Ober Jmftbale aufwärts mit Beruh ung der Sta ionsorte Bels, Kematen, Jnzingen Pfaffenhofen, Si z und Riedern, dann nair Uebersetzung der Oetzthaler Ache und des Pitzbaches zu der für den Markt Imst prcj klirten Station, sowie über den Station ort Schönwies nach Landeck, wo der Bahnhof unterhalb des Dorfes längs der nach Innsbruck führenden Straße und dem Jnnfluffe angelegt wird. Die Maximalsteigung ist, dem günstig an-
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 26. Jänner 1880, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4114-einfuehrung-der-arlbergbahn-durch-gesetzentwurf-im-abgeordnetenhaus-1880).
(Die Annahme des Arlberzbahngesetzes) durch das Hau der Abgeordneten hat wie in Tnrol so besonders auch in Vorarlberg großen Jubel heroorgerufen. Allerorten ertönten Pöllerschüsse, Feldkirch war amL >; mstag ^fiazgt, die …
(Die Arlbergbahnfeier) verspricht heute eine großartige zu werden. Die Landeshauptstadt Innsbruck und die Nachbargemeinde Witten prangen im Schmucke der Fahnen. Die schwarzgelben, rothweißen, grünweißen und blauweißen Fl …
(Zum Baue der Arlbergbahn.) Der gestrige Tag war der für den Beginn des Arlbergbahnbaues offiziell festgesetzte Termin. Die Herren Ingenieure rücken auf ihre Posten ein, manche Spekulanten sind bereits hieher gekommen, u …
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