0. 1. (DaS alte Justizgebäude und Gefangeneuhaus in Innsbruck.) Jüngst wurde im Budgetausschuss des Abgeordnetenhauses des Reichsrathes der von der Regierung eingestellte Betrag von 20. 000 fl. als erste Baurate für das neue Justizgebäude und Gefangenenhaus hier gestrichen. Für diesen Abstrich stimmte auch ein tirolischer Abgeordneter, welcher in diesem Ausschüsse sitzt. Es dürfte die Mehrheit des Ausschusses bei dem Bestreben nach Sparsamkeit sich von der Erwägung haben leiten lassen, dass die Nothwendigkeit eines solchen Barns keine dringende sei. Das ist aber unrichtig. Schon das alte Landgerichtsgebäude ist ungeachtet der möglichst besten Verwendung der Räume kaum im Stande, den in dieser Hinsicht gestellten Anforderungen der jetzigen Justizpflege zu genügen. Man stelle sich, von unten auf beginnend, den Abgang eines geeigneten Buctions und Transferierungs - Locales, das einfenstrige Verhandlungszimmer Nr. 9 im ersten Stock mit den auf der dunklen kalten Hausflur wartenden Zeugen und Parteien, die Verfachbuchkanzlei als Durchgangszimmer, den schmählichen Raum, in welchem das Depositenamt bei 2 Millionen Wertsachen aufbewahrt, das Kanzleizimmer Nr. 2 mit den sämmtlichen Kanzleibeamten zugleich als öffentlichen Verhandlungssaal in Bagatellsachen. den Verhandlungssaal des Landesge. ichts in Civil und Strafsachen, niedrig, ohne Luft und Licht, das die zwei in den engen dunklen Hofraum hinausgehenden Fenster unmöglich zu bringen im Stande sind, recht vor, so muss der Neubau des Jnslizgebäwes jedem Unbefangenen und Unparteiischen als dringendes Gebot der Nothwendigkeit erscheinen. Nun erst das Gefangenen - ( Kräuter -) haus! Man stelle es sich vor mit einem Belegraum für 60 Personen, das nun infolge des seit Jahren leider steigenden Zuwachses seiner Bewohner mit heutigem Tage circa 140 Gefangene zählt. Jede Zelle, welche für 3 Personen Belegraum bietet, ist mit 6 Personen angestopfl, der Zutritt von Licht und Luft ist ungenügend für eine solche Anzahl, hiezu noch in dem engen schlecht oder gar nicht ventilierbaren, überfüllten Raume der gewisse Topf zu den unaussprechlichenZwecken! In dieser verdorbenen, stinkendenLuft müssen die Gefangenen ihre Strafe, oder auch nur eine Untersuchungshaft, die dem Be-
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 21. Februar 1881, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4243-gestrichene-baurate-fuer-das-neue-justizgebaeude-in-innsbruck-1881).
(Geschworveu - Llste) Die nachstehend bezeichnten Persönlichkeiten sind bei dem k. k. Landesgerichte in Innsbruck für die erste ordentliche Schwurgerichts- Periode des Jahres 1881 zu dem Geschwornenamte berufen: I. Haupt …
(Aus dem Gerichtssaale.) Vor den Schranken des Gerichtshofes beim k. k. Landesgerichte hier unter dem Vorsitze des Präsidenten Dr. Ed. Ferrari hatte sich am 21. Mai Dr. Christian Sch ärmer, 54 Jahre alt, verehelicht, Adv …
22. 0 Knochenstücke unterzogen unv wird nunmehr glücklich geheilt morgen früh seine Heimreise antreten. Man kann sich denken, von welch ' freudigem Gefühle der wackere Mann durchdrungen ist, nachdem er nach 15jährigen Le …
(Ein Todschlag infolge Tobsucht.) Jn Tulfes ereignete sich am Dienstag den 25. ds. vormitta. s auf dem Kirchplatze dortfelbst ein grässliches Unglück. Ein Bursche in den besten Jahren vou einem eine kleine Strecke vom Ki …
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