Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
BLUTIGE HAND – UND KEIN MENSCH DA

Schwere Verletzung eines Kindes durch Bisswunden eines Schafs auf einem Dorfe des Mittelgebirges

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 12. Mai 1881 · Seite 7
Bei der Entdeckung benahmen sie sieb unter dem Eindrücke ihres Aergers über die verlorene Mühe höchst gewaltthälig. lEin blutdürstiges Schaf.) Auf einem Dorfe des Mittelgebirges hat es sich jüngst ereignet, dass einem vierjährigen Kinde von einem Schafe die Hand beinahe abgebissen worden wäre. In einem Anger Mm Hause weidete nämlich ein Schaf mit seinem vor kurzem geborenen Lamme Das Kind des Bauern spielte mit dem Lamme und nahm dasselbe mit den Händchen auf. Als man im Hanse das Kind entsetzlich schreien hörte, sprang die Mutter hinaus. Da fand sie das Kind unter dem Schafe liegend, und sah noch, wie dieses an einem mit Blut nberronnenen Händchen schleckte und nagte. DieFinger dieses Händchens waren durch Bisswunden schwer verletzt und auch an dem andern waren zwei Finger chen angenagt. Als man das Kind wegbrachte, leckte das Schaf noch mit großer Begierde die zahlreichen Blutflecken auf dem Boden auf.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 12. Mai 1881, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4263-schwere-verletzung-eines-kindes-durch-bisswunden-eines-schafs-auf-1881).

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