5707 der Rennplatzseite des Gebäudes unterzubringen. Da2 Souterrain dieses Theiles hat nebst der Centralheizung für die Restauration uut > das Cafs die Keller, die Küche und die Schwemme zu umfassen; im Erdgeschosse ist ein großes Lokale für Militär - Konzerte, dann Billardzimmer, Office und die ^übrigen Räumlichkeiten für das Kaffeehaus und die Restauration un ^ erzubringen, dasselbe muß ferner eine gedeckte Terrasse erhalten, damit man in der guten Jah eszeit, wenn feucht -, s oder Regenwetter ein Sitzen vor dem Kaffeehause im Rennplätze nicht gestattet, doch im Freien sein kann. Im ersten Stocke ist die Wohnung des Hausmeisters und des Restaurateurs unterzubringen, ' sowie, wenn thunlich Kasinolokalitäten. Das Alles soll ausschließlich der inneren Einrichtung und Ausschmückung, d r Wasser und der Gasleitung um den Betrag von 1 0,000 fl. hergestellt werden können, während u n 20,000 fl. die innere Einrichtung und Ausschmückung und Beleuchtung bestritten werden soll. G - R. Dann Hauser findet die Bezeichnung „ Redoutenlokalitäien " für dieses Etablissement nicht mehr passend, da aber keine ent sprechendere Bezeichn ung gesunden werden konnte, so blieb es bei der alten Benennung. Die neuen Redoutensäle werden sich als ein Hochparterrebau präsentiren, während die an die Säle anstoßenden Partien ein elftes Stockwerk haben werden. Großer Luxus nach außen kann bei der im Vechältniß zu den disponibel» Mitteln großen Ausdehnung des Gebäudes nicht gemacht werde?. doch besteht die Schönheit eines ArchitekturwerkeS weit weniger in reicher Dekoration als in schöner Gliederung und in schönen Verhältnissen. Bekanntlich wird mit dem Abbruche der alten Säle nach dem nächstjährigen Schützenfeste begonnen werden, doch muß der Neubau Ende 1886 vollendet sein. Die „ neu reformirte " Fiakerordnung wurde nach den Vorschlägen des betreffenden Comito ' s mit einigen wenigen Aenderungen angenommen. Mit Rücksicht auf die hiesigen Futterpreise und insbesondere daraus, daß das Fahren im Winter hier nicht üblich ist, die Zeit des Verdienstes für die Fiaker daher eine kürzere ist als anderswo, wurde auch der Tarif höher gehalten als in anderen Städten. Derselbe ist theils ein Ortstarif, der bestimmte Preise für bestimmte Fahrten feststellt, theils ein Zeittarif; letzterer stellt die Fahrgebühr für Zweispänner mit 60 kr. und für Einspänner mit 40 kr. für die erste und mit 30 kr. und 20 kr. für jede folgende Viertelstunde fest. Als Standplätze für die Fiaker sind die Maria Theresienstraße, der Bahnhof, der Platz vor der Franziskanerkirche und an der Jnnbrücke, sowie der Bahnhofplatz bestimmt.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 5. Dezember 1884, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4658-neubau-der-redoutensaele-mit-kaffeehaus-und-kasino-sowie-neue-1884).
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