28 — Das Wad zur Kaiserkrone das erste Bad in Innsbruck ( gegründet 1231), verbunden mit. 3245 - Oj7 Restauration und Fremdenzimmer ist vorr 6 MHv fvüh bis 7 WHr crberrös geöffnet. Die für dieses Bad in Anspruch genommene Quelle entspringt dem oberhalb Hölting gelegenen Weinstockstollen und genießt seit Jahrhunderten des Rufes heilkräftiger Natur. Von anerkannt tüchtigen Chemikern auf ihre Bestandtheile geprüft, ergab sich als günstiges Resultat, daß dieses Wasser schwefelsaure Bitter und Kalkerde, sowie kohlensaure Kalk und Bittererde in wasserfreiem, ferner kohlensaure Kalk und Bittererde, sowie kohlensaures Eisenoxidul in kristallisiertem Zustande, endlich in Kohlensäure aufgelöst noch salzsaure Bittererde, salpetersauren Kalk, Extractivstoff und in geringen Mengen außerdem salzsaures Natron, Alaun und Kieselerde enthalte. Diese Analyse berechtigt im balneologisch therapeutischen Sinne zur Annahme, daß der Gebrauch dieser Quelle in folgenden Krankheits - Processen von heilsamer Wirkung sei: 1. bei Leiden des Drüsenund Lymphensystems, besonders bei fcrophulösen Affectionen des Zellgewebes, der Schleimhäute und der Gelenke; 2. bei beginnender Tuberkulose; 3. bei chronischen Haut - Krankheiten, Ekzema, Flechten rc.; 4. bei verschiedenen Graden der Gicht und rheumatischen Leiden; 5. bei chronischen Anschoppungen und Schwellungen der Unterleibsorgane, so der Leber, Milz und sonstigen Eingeweide; 6. bei Störungen der Menstruation, Uterus und Ovarien - Leiden, fluor albus rc. NB. Wird diesem Wasser nach ärztlicher Vorschrift noch Salzsohle, Schwefel oder Fichtennadel - Extract beigesetzt, so wird hiedurch besten Heilkraft in vielen Krankheitszuständen noch um ein Beträchtliches gesteigert. Auch ist ein kleines Bassin ( Vollbad) mit durchlaufendem Quellwasser vorhanden Der ergebenst Unterzeichnete beehrt sich gleichzeitig einem verehrlichen?. T. Publikum mitzutheilen, daß er erbötig ist, gegen mäßige Vergütung Badwannen auszuborgen oder auch zu verkaufen und Wannenbäder in die Wohnungen zu besorgen. Unter Zusicherung reeller Bedienung in jeder Hinsicht zeichnet sich hochachtungsvoll der Badinhaber: Josef HlUepold.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 20. Juni 1891, S. 27, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5456-heilkraeftiges-schwefelwasser-des-wads-zur-kaiserkrone-und-anbot-1891).
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