Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HEIZKOSTEN HALB GEHÖRT

Bericht über die Brennmaterialkosten der Heizanlagen in Innsbruck

zugcsteckt wurde. Interessant ist der Bericht über die Kostenerfordermfse des Brenn - Materiales im Spirale. Als Grundlage für die Aufstellung dieses Kosten j erforderniS - Ausweises wurde der statistische Er j folg per 1891 angenommen, welcher sich infolge geänderten, rationellen Heizbetriedcs und strenger Ucberwachung derselbe « gegenüber dem Voranschläge per 18. 000 fl. auf nur 17. 000 fl. stellte, trotz der außergewöhnlich strengen Winters. Die täglichen Herzungr kosten betrugen von 75 kl. i« Minimum bis 126 fl. im Maximum. Es darf angenommen werden, dass auch heuer eine Ueberschreitung des Betrages von 17 000 fl. nicht zu befürchten ist. Der Brennmaterialienbedarf stellt sich folgendermaßen zusammen: Bedarf für die Kochküche und zwar für den Regiebetrieb und Schwcsternküche 7000 Kilog. Kohle a 140 fl. - - - - - 980 fl, Bedarf für die Sommerleitungsheizung 6298 fl. An dieser Leitung hängen: 14 Bäder, die Wäschereien, zwei Desrnfeclionsapparate, das Warmwasser - Reserooir, vier Dampfmischhähne in der Apotheke, im chirurgischen Ambulatorium, und im Oprrationsziminer, ferner die Dampfwärmer in der medicinlschen und chirurgischen Klinik und endlich dre Dampfmaschine, Dampf und Speisepumpe. Die Kosten für die Winterheizung und «Leitung betragen 9. 722 fl. Die Anzahl der Heiztage beträgt 210, somit die täglichen Kosten der Winterlettung 46 fl. 30 kr. Die Anzahl der Oefen beträgt 291 Stück, von denen auf Grund der gemachten Erfahrungen 67 Stück nicht in Betrieb kommen. Die Heizung! kosten eines Ofens stellen sich auf nur 21 Kreuzer im Tage. Nimmt man die am ungünstigsten gelegenen großen Säle in der medicin scheu Äbtherlung an, w. lche sich erfahrungsgemäß am schlechtesten Heizen, und woselbst 4 Oefen im Gebrauche sind, so belaufen sich die Beheizungskosten derselben auf zusammen 88 kr. oder die Kosten per 1 m 3 Luftraum bei einem Inhalte von 465 w 3 auf 0 ' 2 kr. täglich. Dabei herrscht immer eine Wärme von 12 ° li. am frühen Morgen bis 16 " R. unter Tags. Leider lft Innsbruck von des großen Kohlenlagern ü so weit entfernt, dais die Transvortkostcn fast mehr betragen als die Preise der Kohlen am Fördcrungsorte. Diese Ausführungen des Vorsitzenden werden mit Befriedigung zur Kenntnis genommen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 18. Dezember 1891, S. 8, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5523-bericht-ueber-die-brennmaterialkosten-der-heizanlagen-in-innsbruck-1891).

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