(Neue Schlachtmethode.) Eines der wichtigsten Ziele, welches sich die Thierschutzvereine von Anbeginn gesteckt, ist die möglichst rasche und ohne unnöthige Quälerei zu vollziehende Art und Weise der Schlachtung. Auch unser vaterländischer Thierschutzverein, der trotz mannigfacher hämischer Angriffe eine rege und fortschreitende Thätigkeit entwickelt, hat sich seit seinem Bestände mit dieser wichtigen Frage befasst. Durch ihn wurden vor einigen Jahren die Kleinschmid ' chen Schlachtapparate den heimischen Metzgern dringend empfohlen und bei einigen fanden sie auch Eingang. Allein das eiserne Hemd der Gewohnheit, die Scheu etwas Neues zu versuchen, wie auch anderseits vielleicht die verhältnismäßig großen Kosten dieser Apparate waren einer allgemeinen Einführung sehr hinderlich. Von fachmännischer Seite wurden auch hie und da Zweifel über die Zweckmäßigkeit der Maske laut. Der Ausschuss des hiesigen Thierschutzvereines verfolgte diese Angelegenheit mit dem regsten Interesse, welches in jüngster Zeit dadurch noch gehoben wurde, dass man bei einem Metzgermeister in Kufstein einen Schlachtapparat fand, den dieser seinerzeit aus Paris mitgebracht hatte. Dieser Apparat, der äußerst handlich ist, besteht aus einem Hammer mit einem längeren Stiele so wie etwa bei einem Pickel. Das eine Ende ist breit, das andere läuft konisch zu, ist jedoch vor der Spitze abgeschnitten. Das Ende ist sodann ausgehöhlt und die dadurch entstehenden Ränder sind ausgeschliffen. Dieses Stück des Hammers wird dem zu schlachtenden Großvieh, welches am Kopfe festgebunden ist, mit sicherem Schwünge in die Stirne getrieben, so dass es sofort bewusstlos niedersinkt. Durch eine einfache Manipulation wird das Rückenmark des Thieres zerstört, so dass der Tod in kurzer Zeit sicher und ohne große Qualen eintritt. Es wäre nur zu wünschen, wenn diese Art der Schlachtung, welche verschiedene Herren des Ausschusses des hiesigen Thierschutzvereines durch die Liebenswürdigkeit des Herrn Metzgermeisters Nutzinger in Mitten sich anzusehen Gelegenheit hatten, überall Eingang finden würde. Die Billigkeit des Instrumentes, 4 fl. 50 kr., würde nebst den obigen Vorzügen nicht unbeträchtlich dazu beitragen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 24. April 1893, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5681-neue-schlachtmethode-durch-handlichen-apparat-in-kufstein-1893).
nur für die Eintragung der Servituten des Fruchtgenusses, der Gebrauchsrechte, des Wohnungsrechtes, des Ausgedinges und der Dienstbarkeiten, die durch die Servitutenregulierung reguliert worden sind, oder noch zu regulie …
(Landes - Sanitätsrath) Für das Triennium 1892 bis 1894 wurden vom Ministerpräsidenten zu Mitgliedern des Landes - Sanitätsrathes für Tirol und Vorarlberg ernannt die Herren Doctoren: Peter Donati, Director des allgemein …
Ans Stadt » nd Land. (Der 1. Februar 1892) ist der erste Miethund Pachtzinstag in Innsbruck, Witten, Hötting, Amras, Pradl, Mühlau und in der Stadt Hall nach der durch die Statthalterei - Kundmachung vom 27. Juli 1891 üb …
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