5 (Ein Rund - Panorama von der Berg Jjel- Schlacht.) Die Münchner „ Neueste Nachr. " bringen in der Kunst - Chronik folgende Mitthei -. lung: Vor längerer Zeit brachte der tirolische Schriftsteller I. C. Platter in Innsbruck die Errichtung eines Panoramas aus den tirolischen Freiheitskämpfen in Anregung und zwar follte dabei die zweite Berg Jsel - Schlacht zur Darstellung gelangen, indem gerade an jenem denkwürdigen 13. August des Jahres 1809 die Tiroler allein, unter des Sandwirts Oberkommando den französischen Marschall Lefebre nach blutigem Kampfe zur Flucht über die Landesgrenze zwangen. Der Ausführung des Panoramas, das in der Größe den Schlachten - Panoramen von Rezonville, Weißcnburg, Champigny rc. gleichkommen soll, stellten sich zuerst, besonders hinsichtlich eines geeigneten Aufstellungsplatzes, mancherlei Hindernisse entgegen, die aber jetzt wohl als beseitigt gelten können. Das Panorama wird zwischen der Stadt und dem Berg Jsel errichtet, das Gemälde selbst wird als interessantes Landschaftsbild die Landeshauptstadt und die umliegenden Hochgebirgsketten mit den charakteristischen Spitzen und Kämmen enthalten, jedoch wird es aus anderen Schlachtenbildern dadurch hervorragen, dass auf dem, im ganzen 90 Meter langen Gemälde naturgemäß die farbenprächtigen, malerischen Volkstrachten der verschiedenen Thäler und Berggebiete Tirols vollkommen ungezwungen in effectvollster Gruppierung zur Darstellung gelangen. Das Colossalbild mit dem plastischen Vordergrund wird vom Kunstmaler Zeno Diemer ( der bekanntlich auch das in Chicago prämiierte Tiroler Gletscher- Diorama hergestellt hat) im Vereine mit einem oder zwei Tiroler Künstlern ausgeführt. Als Hauptscene der Darstellung hat Herr Platter mit dem genannten Künstler den Moment vereinbart, in welchem am Abend des Schlachttages der letzte vom Marschall Lefebre selbst geleitete Ansturm auf die Berg Jsel - Höhen von den Tirolern auf der ganzen Linie und vielfach im wilden Handgemenge abgeschlagen wird. " — Zu dieser Notiz erfahren wir noch weiter, dass die Durchführung des nach jeder Richtung aussichtvollen und patriotischen Unternehmens eine Stuttgarter Gesellschaft in die Hand genommen hat, welche in letzter Zeit mit dem Panorama der Schlacht von Champigny in der schwäbischen Hauptstadt große Erfolge erzielte. Um das Zustandekommen des Panoramas hat sich besonders die gemeinderäthlicheFremdenverkehrs - Commission in Innsbruck bemüht und zwar mit Recht, da ja hiedurch hier eine neue Sehenswürdigkeit geschaffen wird, wie eine solche in unseren ganzen Alpenländern bisher nicht besteht. Bezüglich der Aufführung des Panoramagebäudes, das sich als schmuckes Bauwerk präsentieren soll, werden die Verhandlungen wahrscheinlich demnächst endgiltig abgeschlossen, und obwohl die Aufstellung des Gebäudes einige Zeit beanspruchen wird und die Maler mindestens sechs bis sieben Monate zur Ausführung des Colossalbildes benöthigen, so wird doch wohl voraussichtlich das Panorama von der Schlacht am Berg Jsel bis zum kommenden Spät - Frühling zur Eröffnung gelangen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 27. Juni 1894, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5797-errichtung-eines-panoramas-der-berg-jsel-schlacht-zwischen-1894).
Die tirolifche Kunst ist zwar würdig repräsentiert auf der Aufstellung, aber nicht ausreichend. Von der Schar erlesener Künstler, welche die gefürstete Grafschaft mit Stolz ihr Eigen nennt, haben nur wenige exponiert, di …
Beim Brückenwirt in Schwaz wurde ihm die Hilfe zutheil, worauf er nach Hause befördert wurdR (Jubiläum des Herrn Directors Jele.) Vorgestern abends veranstalteten die Angestellten der Tiroler Glasmalereianstalt in dem fe …
Dieselben beginnen um halb 9 Uhr abends. (Im AusstelluiigSsaale der Tiroler Glasmalerei) sind Sonntag von 8 — 12, Montag und Dienstag von 10 — 12 Uhr vormittag zwei Fenster für die Peter und Pauls - Kathedrale in London, …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.