Aus unserem Hanplrniinzamt. In den letzten Tagen ist der „ Bericht über die Thätigkeit des k. k. Hauptmünzamtes in den Jahren 1892 und 1893 seit Einführung der Kronenwährung ", herausgegeben mit Bewilligung des k. k. Finanzministeriums von der Direction des k. k. Hauptmünzamtes, erschienen. Der Bericht gibt ein Bild von der bewundernswerthen Leistung, die in der österreichischen Geldfabrik am Heumarkt in Wien, dem Hauptmünzamt, einem massiven Bau mit großen, stark vergitterten Fenstern, dessen vier Seiten Schildwachen ununterbrochen abschreiten, geleistet wird. Das Prägen des Hartgeldes ist einer der interessantesten Vorgänge, den zu beobachten allerdings nicht jeder Gelegenheit hat. Eine besondere Zierde dieses Berichtes, der uns die Möglichkeit gibt, einen Einblick in die Räume des Münzamtes und die Thätigkeit daselbst zu thun, sind die Heliogravüren, die das von Scharf modellierte Münzbild des Kaisers, ferner die österreichische Kaiserkrone ( Hauskrone) und endlich die Abbildung der Münzen enthalten. Die Krone, nach welcher die neue Währung den Namen enthielt und deren Pracht und künstlerische Ausführung aus der photographischen Aufnahme voll ersichtlich ist, wurde unter Kaiser Rudolf II. im Jahre 1602 angefertegt. Derselben bedienten sich die zu römischen Kaisern gewählten Regenten Oesterreichs und trugen sie beim Einzuge in Frankfurt zur darauffolgenden Krönung. Bei der Proclamierunq des österreichischenErbkaiserthums wurde diese höchste Jnsignie zur Krone des Kaiserreiches bestimmt. Diese Krone findet sich auf der Aversseite des neuen Kronenstückes. Die Einführung der Kronenwährung im Jahre 1892 stellte naturgemäß die größten Anforderungen an die kaiserliche Münze und um diesen zu genügen, mussten neue und erweiterte Einrichtungen geschaffen werden. Neue insbesondere durch Aufnahme des Nickels und der Bronze als Münzmetall. Von der ungeheuren Reorganisationsarbeit, die in wenigen Monaten geleistet werden musste, sprechen wohl am überzeugendsten die Ziffer selbst. Im Jahre 1892 wurden im Hauptmünzamte 22 Millionen Stück Münzen ausgeprägt, im Jahre 1893 217 Millionen. In einer vergleichenden Zusammenstellung mit allen Münzstätten der Welt steht diese Ziffer sowohl der Stückzahl der Münzen als auch dem Wirtbetrage nach an erster Stelle. In das alte Gewand des Münzgebäudes wurde beinahe ein ganz neuer Körper hineingezwängt. Ein neuer Motor, eine große Dampfmaschine, neue Streckwerke und Glühöfen, Vermehrung der Justir und Prägemaschinen, sowie Veränderungen in der Schmelze — all das musste in wenigen Monaten besorgt werden. Bei der Aufzählung all ' dieser Umwandlungen dürfen wir indiscrete Blicke in die Tiegel werfen, in welchen wöchentlich 5000 Kilogramm Gold und bis 30. 000 Kilogramm Silber eingeschmolzen werden.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 7. August 1894, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5803-erscheint-der-bericht-ueber-die-thaetigkeit-des-k-k-hauptmuenzamtes-1894).
(Bevölkerungsabnahme.) Man schreibt dem „Bote " aus Schwaz: Geradezu merkwürdig und unglaublich erscheint es, dass im politischen Bezirke Schwaz seit den letzten 20 Jahren d. i. von 1873 bis 1893 die Einwohnerzahl die gl …
In Salurn hagelte es gestern ebenfalls. (Aus Zirl.) 12. ds., schreibt man uns: Letzten Sonntag hat sich hier ein Raiffeisen - Verein gegründet und wurde Herr Franz Scheiring, Wirt und Bäcker hier, als Obmann und Herr Eng …
Innsbruck, 15. Sept. Als letzter Fall der gegenwärtigen Schwurgerichtsperiode wurde heute Vormittag eine Verhandlung wegen Münzverfälschung durchgeführt. Den Vorsitz hatte der k. k. Landesgerichtsrath Dr. v. Riccabona in …
3 Lans, Reutte, Straß, Sparchen ( Kufstein) und Kitzbühel auf die Dauer von 1 bis 3 Jahren vom 1. Jänner 1895 au gerechnet, im Wege der öffentlichen Versteigerung zur Verpachtung gelangen. Für die Wegmanth der Ellbögner …
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