tönt es dann wieder zur Erde herab in das Ohr und Herz der Gläubigen: „ Durch Ihn, mit Ihm, in Ihm sei Dir. Gott, dem allmächtigen Vater in Einheit des hl. GesteS alle Ehre und Herrlichkeit. " Daher trugen auch zwei der Triumphes « ' engel diese Worte im Spruchbande. Noch eiu Paar Worte über die äußere Ausführung des religiösen, tiefsinnigen echt kathollschen Gehaltes und Inhaltes. Die Darstellung und Zeichnung der Figuren, namentlich der verschiedenen Engelgruppen weist weichere, anmuthsvollere Formen auf, als man in dem traditionellen Stil der Molaikgemälve erwarten möchte. Wir halten diese freiere Haltung und das Taraugeben der Archaistik für wohlbe - rechligt, zumal auch die Architektur der Fa ^ ade in leichter, gefälliger Form auftritr. Um übrigenS Architektur und Moiaik noch enger zu verschmelzen und als ein ei heitliches, harmonisches Ganzes wirken zu lassen, wurde auch die architektonische Ornamentik der Faxade, sowohl oben am Giccknuhürmchen als auch am Fries und an den Pilastern golden grundiert. Was die Farbengebung. und die Wirkrwg derselben betrifft, so ist die Abstufung der Farbentöne deS ganzen monumentalen Gemäldes eine glückliche. Melchisedech und Malachias zeigen schwerere, ernstere, di « Engel hellere, freudigere Farben. Ebenso heben sich durch die Mandorla die Zeichnung des etwas gepressten Gottvaters, des hl. Geistes und des Kelches sarnmt der Hostie in auszeichnender Weise von der Umgebung ad, und der Glanz des Goldgrundes lässt überhaupt die Majestät des ganzen zur Darstellung gebrachten Gedankens um so mehr hervortreten und wohlthuend empfinden. Freilich ein Paar Wünsche dürften trotzdem zu stelle » sein, nämlich einmal, dass die Letdeusengel frischere Farben hätten und dann, dass der Goldgrund auf der ganzen Fläche denselben Ton hätte wie auf der unteren Region, in der Melchisedech und Malachias stehen. Ungleichheiten d es Goldgrundes kommen zwar bei allen Mosaiken vor, aber hier sind die Uebergänge doch etwas zu scharf adgegrenzt. Alles in Allem genommen kann gewiss nur eine Stimme der Freude und Bewunderung laut werden über diese monumentale Malerei mit den farbigen und goldenen Glaspasten. ES war ein glücklicher Gedanke, die leeren Räume der Fatzrde mit diesen schimmernden Mosaikbildern auszufüllen. Der in der Eucharistie verborgene Gottes Sohn, dem zu Lob und Dank dieser Schmuck gegeben wurde, wird neue reichere Gnaden in dem Kirchlein zur ewigen Anbetung ertheilen, wofern die gläubigen Passanten, angelockt durch den äußern Bilderschmuck, häufiger um Audienz bei Ihm, dem König der Glorie, nachsuchen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 7. August 1895, S. 22, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5932-monumentale-mosaikbilder-an-der-kirchenfassade-zur-ehrung-der-1895).
Locales und Vermischtes. (Todesfall.) Vorgestern nachts ist der hochwürdigste Abt des Cistercienserstiftes Stams Herr Cölestin Br aber, k. k. Rath und Erbland - Hofcaplan, im 71. Lebensjahre infolge eines Schlagflusses p …
beigestanden. Das dritte Deckengemälde zeigt uns. den Jesuiten Köstlan inmitten der Pestkranken die hl. Wegzehrung reichen und den Dr. Weinhart mit der Arzneiflasche. Immer kläglicher griff die Seuche um sich; die Kranke …
Personen, welch; auf diese Verlassenschaft Anspruch zu muchen gedenken, haben ihr Erbrecht binnen einem Jahre bei diesem Gerichte anzumetden (Ein neues kirchliches Kunstwerk.) Die Wallfahrtskirche auf dem Blasiberg bei V …
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