Morlrag üöer Afrika. Am Sonntag den 24. ds. abends hat im Landhaussaale der angekündigte Vortrag der Frau Gräfin Ledochowska, General - Leiterin der St. Petrus Claver - Sodalität, über „ Afrika Mission ", unter großer Theilnahme des Publicums stattgesunden. In den ersten Sitzreihen bemerkten wir Se. Excellenz den Herrn Landeshauptmann mit Gemahlin. Circa 100 Perso. en mussten Raummangels halber den Saal verlassen. Noch einer glänzenden Einführungsrede des hochv. P. Bollbert, S. J., betrat Gräfin Ledochowska dir Estrade und Kielt einen fast einstündigen Bortrag, dem die Zuhörer niit gespanntester Aufmerksamkeit folgten. Dec Hauptinhalt war ungefähr folgender: Rednerin soll über „ Afrika - Mission " oder vielmehr über die Mission für die afrikanischen Missionen zu arbeiten, sprechen Soll man aber etwas unterstützen, muss man wissen, ob es vernünftig sei. Das scheint nun oft vielen, auch eifrigen Christen, in Bezug auf die Afrika Mission nicht vernünftig. Die Vortragende widerlegt daher erst schlagend die geläufigsten Einwände, dass wir hier Arme genug haben, dass man nicht wisse, ob das Geld hinkomme rc., und weist besonders auf die von ihr verfasste Flugschrift „ Was geht das uns an? " (in der Veremsbuchhandlung erhältlich, Preis 20 kr.) hin. Dann gibt sie an der Hand einer großen kolorierten Karte von Afrika ein übersichiliches Bild der verschiedenen Mrssionsgesellschaften von denen in Afrika manche unmittelbar am Herde der Sclaverei lhätig sind und die der Hilfe bedürfen. Wie unterstützt man sie aber am rationellsten? Nach der Meinung der Vortragenden durch Erweckung des Interesses, also durch Herausgabe und Verbreitung von Schristchen, welche von der Thätigkeit der Missionen handeln, ihre Briefe enthalten rc. Die zufließenden Geld ' penden, die Spenden von Kleidern und G cenständen, ja selbst erwachende Missionsberuse sind dann die Folge der Publicationen. Zu diesem Zwecke nun hat stch eine eigene Vereinigung, die „ St. Petrus- Claver - Sodalität " gebildet, die sich mit diesem Publicationen befasst ( „ Echo aus Afrika " und „ Kleine Afrika Bibliothek ", zusammen jährlich 1 fl), aber auch sonst sich ganz in den Dienst der Missionen stellt, also gewissermaßen eine Art Agentie der Missio: ä e abgibt und mit der Zeck ein Fun dament der afrikanischen Missionen werden soll. Dazu sind aber nöthig: Mittel und Arbeitskräfte. Beide recrutiert die Sodalität durch ihre drei Gattungen Mitglieder: Förderer und Externe, welche durch kleinere und jährliche
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 28. November 1895, S. 8, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5985-vortrag-ueber-afrika-mission-durch-graefin-ledochowska-im-1895).
Locales und Vermischtes. (Todesfall.) Vorgestern nachts ist der hochwürdigste Abt des Cistercienserstiftes Stams Herr Cölestin Br aber, k. k. Rath und Erbland - Hofcaplan, im 71. Lebensjahre infolge eines Schlagflusses p …
beigestanden. Das dritte Deckengemälde zeigt uns. den Jesuiten Köstlan inmitten der Pestkranken die hl. Wegzehrung reichen und den Dr. Weinhart mit der Arzneiflasche. Immer kläglicher griff die Seuche um sich; die Kranke …
Personen, welch; auf diese Verlassenschaft Anspruch zu muchen gedenken, haben ihr Erbrecht binnen einem Jahre bei diesem Gerichte anzumetden (Ein neues kirchliches Kunstwerk.) Die Wallfahrtskirche auf dem Blasiberg bei V …
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