Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
FIKER AM BAHNHOF – UND AUF RADLERN WUT

Abweisung des Fiakergesuchs und Debatte über Radfahrverbot in der Kohlstattgasse

Das Gesuch der Fiaker, sie von dem Dienste, bei Ankunft eines jeden Zuges am Tage eine bestimmte Anzahl von Fuhrwerken auf dem Bahnhof zu stellen, zu entbinden, da sie dadurch einen Verdienstentgang erleiden, wurde nach längerer Debatte abgelehnt. Es soll vorläufig beim alten bleiben und gelegentlich der demnächst zu erlassenden neuen Aufstelle - Ordnung der Fiaker auch dies geregelt werden. Ziemlich lang wird auch über das Verbot des Radfahrens in der Kohlstattgasse debattiert. Hiebei führt GR. Rößler Klage, dass in der Kohlstatt nirgends ein Trottoir sei. Heiterkeit erregte es, als bezüglich der Radfahrer GR. Rössler auf die Polizei verwiesen wurde und er dann sagte: „ Bitte, in der Kohlstatt eine Polizei! " Die Berathung über Anbringung von Tafeln an den Straßen, in denen das Radfahren verboten ist, wurde vertagt.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 5. September 1896, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6082-abweisung-des-fiakergesuchs-und-debatte-ueber-radfahrverbot-in-der-1896).

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