Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
NÄCHTLICHE WÄCHTER GEGEN WILDÜBERFALL

Ueberhandnehmende Hochwildschäden in Scharnitz; Wächter versuchen Abwehr durch Geräusche und Schüsse

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 25. Mai 1899 · Seite 4 · #Wildschäden
(Hochwildschäden.) Die das Wachsthum befördernde Witterung der Frühlingszeit hat bewirkt, dass die Fluren und Felder allenthalben üppig bestellt sind. Obgleich nun auch die Wälder und Hutweiden Futter im Ueberfluss bieten, bricht das Hochwild doch an vielen Orten in solchen Mengen in die Culturen ein, dass z. B. in der Scharnitz zur Nachtzeit Wächter bestellt werden mussten, welche die Thiere durch allerlei Geräusch, Bockshornstöße, blinde Schüsse und dergleichen verscheuchen sollen. Wenn auch die Wildschäden, wie es heißt, an manchen Orten genügend vergütet werden, muss ein derartiges Ueberhandnehmen des Hochwildes doch als sehr bedenklich bezeichnet werden, wie es auch jüngst im Landtag durch einen bäuerlichen Abgeordneten geschehen ist.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 25. Mai 1899, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6431-ueberhandnehmende-hochwildschaeden-in-scharnitz-waechter-versuchen-1899).

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