Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
BAHNBAU UNTER BRENNNENDEN AUFGABEN

Erste Generalversammlung der Zillerthalbahn-Aktiengesellschaft in Zell am Ziller

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 15. Februar 1901 · Seite 10 · #Zillertalbahn
Februar 1901. Zillerthalbahn. AM Sonntag den 10. ds. nachmittags fand in dem neuerbauten, geräumigen Saale des Gasthofes „zum Brm " in Zell am Ziller die erste ordentliche Generalversammlung der „ Zillerthalbahn- Actieuge,ellschaft " statt, welche sich eines zahlreichen Gesuches erfreute und wobei 843. 000 X Actien mit 4215 Stimmen vertreten waren. Der Vorstand des Verwaltuugsrathes, Herr Dr. Raimund Rainer, Gemeindearzt in Fügen, eröffnete die Versammlung mit einem eingehenden Berichte über die Arbeiten des Verwaltuugsrathes seit seiner Coustituierung am 8 März 1900 und widmete dem leider zu früh verstorbenen ersten Bauleiter, Herrn Xaver Wörle einen warmen Nachruf. Zur Ehrung seines And nkens erhoben sich die Anwesenden von den Sitzen. Sodann berührte der Vorsitzende die Ernennung des jetzigen Bauleiters, Herrn Max Schneider, für dessen Bestellung die warme Empfehlung des Eisenbahnministeriums ausschlaggebend gewesen sei. Der Bahubau habe sich durch das Ableben des Herrn Worte und den Umstand, dass dessen Nachfolger erst anfangs Mai seine Stellung antrat und eine Aenderung des vorliegenden Projectes, insb. sondere in Ansehung der Flujs - Uebersetzungen für nöthig hielt, weiterS auch infolge der Langwierigen Verhandlungen mit der Südbahn in bedauerlich. r Weise verzögert. Die Hochbauten iu Jeubach seien deshalb nicht vollendet worden, weil das Ministerium dreimal die mit demselben zuvor besprochenen Pläne zurückgewiesen habe. Es sei indes begründete Aussicht vorhanden, dass die Strecke bis Zell spätestens zu Ende Mai fertiggestellt und dein Betriebe übergeben werden könne. Dann würde der Bau vermuthlich bis zum Frühjahre des Jahres 19r > 2 unterbrochen und nur in Dem Falle, als die Grundbesitzer auf der Strecke Zell — Mairhofen ihre übertrieben hohen Anforderungen für die Grundstücke herabsetzeu, bis Mairhofen fortgesührt werden. Ohne ^ diese Vorbedingung könne an einen Weiterbau nicht gedacht werden. Der Vorsitzende berichtet weiters über den finanziellen Stand des Unternehmens und erwähnt insbesondere die opferwillige Unterstützung desselben seitens des Herrn Privatiers Josef Hauser in Innsbruck, welchem die Versammlung durch Er^ heben von den Sitzen ihren Dank ausspricht. Aus dem eingehenden Berichte des Herrn Vorstandes über d e finanzellen Verhältnisse der Gesellschaft heben wir vor allem die überraschende Thatsache hervor, dass der Betrieb der Strecke Jenbach— Fügen im Jänner ds.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 15. Februar 1901, S. 10, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6730-erste-generalversammlung-der-zillerthalbahn-aktiengesellschaft-in-1901).

Weitere Berichte aus der Rubrik „Eisenbahn, Straßen & Verkehr“

BAHN ZUM GIPFEL DER HOFFNUNG

Zur Klärung der Bahninteressen im Hinteren Zillerthal am kommenden Ostermontag

Innsbrucker Nachrichten · 28. März 1901 · S. 3 · Eisenbahn, Straßen & Verkehr

Wenn es auch vielleicht nicht in den Sternen geschrieben steht, so ist doch mit ziemlicher Bestimmt ieit ' zu erwarten, dass auch viele von denen über kurz oder jDann wird aber auch die Eisenbahn für Zell zu einem Segen …

BAHNBAU OHNE GEWISSE VERLÄSS

Versammlung des Eisenbahncomités im Stubaithale zur Frage der Bahnstrecke Fulpmes–Matrei

Innsbrucker Nachrichten · 30. April 1901 · S. 4 · Eisenbahn, Straßen & Verkehr

(Stubaithal - Bah n.) Sonntag den 24. ds. fand in Mieders eine Versammlung des Straßenund Eisenbahncomites des Stubaithales statt, zu welcher die Gemeinden Telfes, Fulpmes, Mieders, Schönberg und Matrei Vertreter entsend …

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