(Die neue Wasserleitung in Hötting.) Das Resultat der bisher gepflogenen Erhebungen von Seite des Landescultur - Obergeometers Herrn Hohenleitner hinsichtlich der zur Wasserversorgung von Hötting noch verfügbaren Quellen ist folgendes: Für die zur weiteren Entwicklung von Hötting dringlich erforderliche Errichtung einer entsprechenden Wasserversorgung sind im ganzen Gemeindegebiete von Hötting miv Ausnahme der Ursprungsquellen des Höttinger - Baches nur noch zwei Hochquellengebiete verfügbar und zwar: 1. das Quellengebiet im Bereiche der Ambrückler - Alpe, bestehend aus den Quellen: u) nordöstlich oberhalb des Alpbodens im Waldgebiete des Hechenbleikner, d) direct unterhalb des Alpbodens die eigentlichen Ambrückler- Alpquellen, e) westlich des Alpbodens in fast gleicher Höhe die Möselthal - Quellen und endlich 4) die circa Vr Stunde direct unter den Ambrückler - Alp - Quellen aus tretenden zwei Quellen in der sogen. Sulzen. 2. Das Quellengebiet „ Rauschbrünnl " westlich vom Dorfe. Was nun das erstere Quellengebiel „ Ambrückler - Alpe " betrifft, so ist nach der gegenseitigen Lage der unter a, 5 und o angeführten Quellen anzunehmen, dass dieselben einem Ursprungsgebiete entstammen und nur durch die vorgelagerten Schichten zertheilt als sogenannte Schichtenquetten zutage treten. Die unter ä aufgesührten Quellen in der „ Sulzen " dürften einer tieferen Schichte entstammen. Die Qualität des Wassers dieser Quellen ist bei entsprechender Fassung zweifellos von nahezu gleicher Güte und vollkommen geeignet für die Wasserversorgung der Gemeinde Hötting. Anders verhält es sich dagegen hinsichtlich der Quantität. Die diesbezüglich vorgenommenen Messungen ergaben folgende Wassermengen: 1. Für die drei Quellenaustritte nordöstlich oberhalb der .Ambrückler - Alpe zusammen 7 ' 2 Minuten - Liter. 2. Für die Quellen direct unterhalb des Alpbodens Ambrückt zusammen 45 Minuten - Liter. 3. Für die Quellen im Möselthale 30 Minuten - Liter. 4. Für die Quellen in der Sulzen 58 Minuten - Liter; jo- „Jnnsbrucker Nachrichten" mit im ganzen 140 2 Minuten Liter oder rund 2 4 Liter pro Secunde. Mit Rücksicht auf den ganz abnorm niederen Wasserstand des heurigen Winters kann dieses Quantum als äußerstes Minimum angenommen werden. Da nun mit diesem Wasserquantnm nur ungefähr 1000 Einwohner hinreichend mit Wasser versorgt werden könnten, so müsste durch entsprechende Fassung dieser sämmtlichen Quellen wenigstens das Fünffache des obigen Minimalquantums gewonnen werden, um die für die weitere Entwicklung von Hötting in Zukunft erforderliche Wassermenge zu
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 4. Mai 1901, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6777-zur-wasserversorgung-hoettings-nur-noch-zwei-hochquellengebiete-1901).
Eine Vollversammlung der Gemeindeangehörigen von Pfaffenhofen, die am letzten Sonntag stattsand, beschloss eine Hochdruckwasserleitunq einzuführen, welche mit Anbringung von 4 Hrchranten auf 8000 fl. zu stehen kommen dür …
Sitzung des Innsbrucker Gerneinderathes am 8. März 1901. (Schluss.) Im weiteren Verlaufe der Sitzung berichtet GR. kais. Rath Kästner über Anträge der Bau - Sektion Dem von dem k. k. Straßen - Aerar verlangten, von der S …
(Zur Canalisations - Frage.) Die in jüngster Zeit aufgetretenen Hochwasser im Jnnflusse haben in den demselben zunächst gelegenen Stadttheilen am Jnnrain und in der Altstadt durch Eindringen des aufgestauten Grundwassers …
(Ans Pfaffenhofen) schreibt man uns: Der Bau der neuen Hochdruck - Wasserleitung ist nun fertiggestellt. Die Arbeiter haben sich zerstreut und unser Dörfchen hat wieder das Bild des Alltagslebens angenommen; die öffentli …
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