Ausweisungen und Mittheilung. (Der ^ Pechegarten in Wilten.) Der verstorbeneHrofessor Peche hat bekanntlich vor einigen Jahren sein Haus mit dem großen Garten der Gemeinde Wilten geschenkt und dieser damit eine Wohlthat erwiesen, für welche nicht genug gedankt werden kann. Willen hat leider, sieht man von dem kleinen Dorfplatz und der ziemlich vernachlässigten Anlage am Fuße des Hohlweges beim sog. Kratzerbrunnen ab, gar keine größere öffentliche Anlage. Auch der Erweiterungsplan hat hiefür zu wenig vorgesehen, der ganze Grundbesitz soll zur Verbauung bestimmt sein. Ein Wandel in dieser Hinsicht würde gewiss von der Einwohnerschaft begrüßt werden. Der Pechegarten wurde in letzter Zeit über Weisung des Gemeindevorstehers Heigl durch den Gärtner Nickel vom Untergesträuch und überflüssigen Holze gereinigt, die Wege wurden zum Theile neu hergestellt und befandet, mit Bänken versehen, und der Garten ist jetzt die einzige öffentliche Anlage in Wilten, in der man sich ergehen kann, er ist dem Tageslärme entrückt, mitten im Ort; kühl, schattig, ein Erholungsort für Personen, welche einen weiten Gang ins Freie nicht machen können, nicht minder aber für Kinder, welchen hier ein Spielplatz angewiesen ist. Dieselben dürften hier vielleicht in nächster Zeit auch eine Schaukel und dergl. erhalten, so dass sie sich nach Herzenslust unterhalten können. Trinkwaffer, sowie ein Unterkunftsraum gegen plötzlich eintretenden Regen ist auch vorhanden. Eine Tafel am Eingauge des gefällig aussehenden Thores ladet die Bevölkerung zur Benützung des Pechegarten ein. Derselbe ist von 7 Uhr früh bis 7 Uhr abends geöffnet. Sieht man diesen großen Garten, in welchem sich auch ein zwei Stock hohes Wohnhaus befindet, an, dann wird der Wunsch rege, dass die Gemeinde diesen Platz der Oeffentlichkeit erhalte und damit auch das Publicum den Menschenfreund Prof. Pech in steter Erinnerung behalten. Das Publicum aber soll auch hier Ruhe und Ordnung einhalten, selbst Polizei machen und insbesondere Kinder von der Beschädigung der Anlagen abhalten.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 24. August 1901, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6830-der-erneuerte-pechegarten-in-wilten-als-erinnerung-an-den-1901).
(Der Neubau des Schulhauses in Müh lau) wurde, weil der Bauplan der Behörde nicht vorgelegt worden war, schon vor geraumer Zeit eingestellt. Vorgestern wurde nun von der politischen Behörde eine Commission zur Besichtigu …
(Versteigerung.) Am 14. October 1901, vormittags 10 Uhr, findet auf Schloss Wagram in Ebbs die freiwillige öffentliche Versteigerung der zum Nachlasse des Johann Georg Buchauer gehörigen, in den Gemeinden Ebbs, Niederndo …
(Aus Ehrwald) wird uns geschrieben: Der Neubau unserer Knabenschule steht jetzt unter Dach und man beeilt sich nun, das Haus weiter auszubauen. Als der Bau begann, gab es manchen Zweifler, der nicht recht an die glücklic …
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