Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
TIROL IN PARIS MIT ALPENPANORAMA

Erscheint der Rechenschaftsbericht der Tiroler Landescommission für die Pariser Weltausstellung 1900

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 8. Oktober 1901 · Seite 10
Seite S. Rechenschafts - Bericht der Tiroler Landescommission für die Pariser Weltausstellung 1900. Der Rechenschaftsbericht der Tiroler Landes- Landescommission für die Pariser Weltausstellung 1900 ist nun im Drucke erschienen. Auch weitere Kreise der Leserwelt wird es interessieren, über den ganzen Gang der Betheiligung Tirols an der Pariser Weltausstellung, sowie den Erfolg dieser Tiroler Ausstellung einmal ein zusammenhängendes Bild zu bekommen, weshalb wir hier Viesen Rechenschaftsbericht in einem ausführlicheren Auszug wiederzugeben. Am 25. Februar 1901 fand im Sitzungssaal der k. k. Statthalterei hier unter dem Vorsitze des Herrn Statthalters die Schlusssitzung der Tiroler Landes - Commission für die Pariser Weltausstellung 1900 statt. Dr. Kofler erstattete in dieser Sitzung den Bericht über die Thätigkeit der Landes - Commission, dem wir Folgendes entnehmen: Der Gedanke, auf der Pariser Weltausstellung 1900 im größeren Maßstabe als auf den bisherigen Ausstellungen für Tirol zugunsten der Hebung des Reiseverkehrs Reclame zu machen, hatte den Landesverband für Fremdenverkehr schon seit längerer Zeit beschäftigt. Bereits 1895 ließ derselbe durch den Landschaftsmaler M. Zeno Diemer eine Skizze für ein großes Alpenpanorama anfertigen. Dieselbe zeigt ein Tiroler Bauernwirtshaus nach einem der schönsten Vorbilder im Vordergrund, an dasselbe schließt sich ein Panorama an, dessen Aeußeres verdeckt war durch eine Felsengruppe, auf welcher sich eine jener typischen Tiroler Kapellen befindet. Das Panorama selbst hätte zwölf Alpeulandschaften mit einem Schlussbilde enthalten sollen. Das Ministerium hat hiefür dem Landesverbände einen Beitrag von 5000 fl. angewiesen. Nun begannen die Verhandlungen seitens dieses Verbandes, um einerseits den für das Panorama nöthigen Platz zu erhalten, andererseits um die für dieses im großen Stile angelegte Unternehmen erforderlichen Mrttel aufzubringen. In letzterer Beziehung versprachen die eingeleiteten Verhandlungen den besten Erfolg. Ungleich schwieriger gestaltete sich jedoch das Bemühen um die Erlangung des nöthigen Platzes, und waren die diesfalls eingeleiteten Schritte bis zum Jahre 1897 ziemlich erfolglos. Inzwischen hatte sich auch Oesterreich zu einer offieiellen Vertretung auf der Pariser Weltausstellung entschlossen, und es hat sich der Landesverband sofort an den k. k. österreichischen Generalcommissär gewandt und denselben ersucht, sich bei der französischen Ausstellungs - Commission um den nöthigen Grund von ca. 1200 zu verwenden, was derselbe in
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 8. Oktober 1901, S. 10, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6850-erscheint-der-rechenschaftsbericht-der-tiroler-landescommission-1901).

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