Petri Kettenf- Das Staatspapiergeld in Österreich. U. L. Die am 26. v. Ms. begonnene Ausgabe der neuen 50 Kronennoten, mit welcher wieder ein weiterer Schritt der Valutaregulierung gemacht wurde, dürfte es nicht uninteressant erscheinen lassen, einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des österreichischen Staatspapiergeldes, das durch diese Regulierung auf den Aussterbe - Etat ge> setzt wurde, zu werfen. Der siebenjährige Krieg hat in den Jahren 1761 und 1762 den Österreichern das erste Papiergeld gebracht. In diesen Jahren wurden zur Deckung der Kriegskosten unter der Garantie der Stände sämtlicher Erblande sogenannte Zahlungsobligationen im Betrage von 10 Millionen Gulden in Appoints von 25 und 100 Gulden ausgegeben, die von allen Staatskassen an Zahtungsstatt angenommen werden mußten. Im Jahre 1763 erfolgte eine neue Emission solcher Zahlungsanweisungen im Gesamtbeträge von 16. 890. 000 Gulden, die jedoch schon in den nächsten Jahren zum Teil eingelöst und zum Teil durch neue Formen des Papiergeldes ersetzt wurden. Schon im Jahre 1762 war man auch zur Ausgabe eines unverzinslichen, der heutigen Vorstellung mehr entsprechenden Papiergeldes, der sogenannten Bankozettel, im Gesamtbeträge von 12 Mill. Gulden geschritten. Auch die Bankozettel mußten bei allen Staatskassen bis zur Hälfte der Schuldigkeit angenommen werden; diese Zettel erwarben sich bald große Beliebtheit und erreichten sogar ein Aufgeld von 1 bis I Vz Prozent gegen Silbermünze. Die Jahre 1771, 1785 und 1788 brachten neue Ausgaben von Bankozetteln im Betrage von 30. 942. 000 fl. Allerdings gelangten auch fortwährend bedeutende Summen zur Einlösung, aber trotzdem stieg die Gesamtumlaufsmenge nahezu ununterbrochem Schon 1796 entstand daher ein Disagio der Bankozettel gegenüber dem Silber. Die Silbermünzen schwanden infolge dessen aus dem Verkehre, was im Jahre 1800 zur Ausgabe von Bankozetteln zu 1 und 2 fl. führte. In diesem Jahre mußte auch bereits der Zwangskurs mit der Verpflichtung der unbedingten Annahme der Bankozettel ausgesprochen werden. Infolge der steten Kriege und des Zurückströmens der Bankozettel aus den verlorenen Gebietsteilen überstieg das Disagio bereits im Juli 1809 den Kurs von 300.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 28. Juli 1902, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7038-zur-geschichte-des-oesterreichischen-papiergeldes-von-1761-bis-1809-1902).
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(Ein wirksames Mittel gegen zudringliche Gläubiger) erfand ein Schmied in Stubai, dessen Nachkommen heute in angenehmen Verhältnissen in Innsbruck leben. Der findige Schmied ist schon lange todt, aber die List, womit er …
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