da erst mit 1. Jänner d. I. unser Darlehenszinsfuß dieser weichenden Bewegung folgen sollte, so hatten wir im jüngstverflossenen Halbjahr einen außergewöhnlich breiten Spielraum zwischen dem Aktwund Passivzinsfuße und aus diesem Umstande ist ' für das Jahr 1902 — um gleich auf die entscheidende Position einer jeg. ichen Bilanz zu kommen — ein so bedeutendes Erträgnis entsprungen: 481. 007 Kronen; um 143. 794 Kronen mehr als voriges Jahr. Angesichts dieses Erfolges schiene die Frage naheliegend: Wenn solcher Gewinn möglich ist, wo war die Nötigung zur Herabsetzung des Zinsfußes? Doch wäre es, wie aus obiger Darstellung! der Verhältnisse hervorgeht, falsch! von diesem! einen Jahre auf folgende zu schließen, denn unsere Schuldner waren nicht gewillt, den Zins in der bisherigen Höhe über das ihnen zur Kündigung vertragsmäßig auferlegte Halbjahr hinaus weiter zu bezahlen, da sie das Geld anderswo sich hätten billiger verschaffen können, und nur die Zusage einer entsprechenden Zinsfußherabsetzung konnte uns vor Rückzahlung vieler und bedeutender Posten bewahren. Das verflossene Jahr war ein Ausnahms - Jahr, was ich mich ausdrücklich hervorzüheben veranlaßt sehe, um irrigen Meinungen in weiteren Kreisen allenfalls vorzubeugen. Auch ist die Zinsfußherabsetzung aus den Geschäftsgang unserer Anstalt nicht ohne Einfluß geblieben. Der Einlagenstand hat sich nur mit Mühe über dem vom Jahre 1902 erhalten. Während derselbe in den Vorjahren von einem Jahre auf das andere im Durchschnitte um mehr als fünf Millionen anwuchs, stieg er im Jahre 1902 nur um 1 ^ /4 Millionen und dieses Resultat dankt er nicht neuen Einlagen, sondern der Zuschreibung der Zinsen zu den Einlagen, welche die Behebungen wieder wett machten. Zum Teile dürste aber hier allerdings, ebenso wie die Konkurrenz der zahlreich um Innsbruck bestehenden, von der ländlichen Bevölkerung gerne ausgesuchten Raiffeisenkassen, auch der Einfluß, der tirolischen Hypothekenanstalt zu verspüren sein, denn die 11 Millionen Pfandbriefe, die sie bisher ausgegeben hat, machen sich in den anderen Geldinstituten eines nicht sehr kapitalskräftigen Landes, wie Tirol, schon bemerkbar, und mögen manche Einlage vom Wege zur Sparkasse abgelenkt, oder aus derselben her-. ausgezogen haben. Wenn ich zu diesen allgemeinen Bemerkungen über unsere Anstalt, ehe ich auf die Einzelheiten des Jahresabschlusses übergehe, noch eines Angriffes erwähne, dem sie im vorigen Jahre von ebenso unberufener Seite, wie in unbegründeter Weise auscesetzt war, so geschieht dies nicht so sehr zur Vervollständigung! der Chronik, als vielmehr um unserer Befriedigung und Freude Ausdruck zu geben über das Vertrauen unserer Einleger, an dessen Festigkeit die unter der gleisnerischen Maske sachlichen Wohlwollens gegen unsere Anstalt gemachten bösartigen Anwürfe wirstmgslos abgeprallt sind, obwohl keine Mühe gescheut wurde, sie in die weitesten Schichten der Bevölkerung zu verbreiten. Dieses Vertrauen ist unser Stolz und! es wird das vornehmste Bestreben unserer Anstalt sein, dasselbe auch in Zukunft zu erhalten. " Der gesamte Geldumsatz im Fahre 1903 erreichte die. Höhe von 73,657. 619 Kronen und überstieg den des Vorjahres um 9,214. 025 Kronen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 26. März 1904, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7445-ergebnisse-des-vergangenen-jahres-rekordgewinn-der-anstalt-um-143-1904).
(Neuer Krämer und Vieh mar kt.) Die Marktgemeinde Matrei hat von der k. k. Statthaltern die Bewilligung erhalten, am 31. Jänner jeden Jahres und wenn dieser Tag auf einen Sonntag fällt, am darauffolgenden Werktage einen …
(Der Spar und Dorsch utz - Vereinin Schwaz) hielt am 5 März k I. beim Lendbröu seine ordentliche 4. Hauptversammlung ab, bei Welcher 40 Mitglieder anwesend waren. Der Rechenschaftsbericht wurde mit großer Befriedigung en …
(Statistisches aus G r o ß - Innsbr u ck.) IM ersten Quartale dieses Jahres wurden hier 60 Kinder ( 25 Knaben, 35 Mädchen) geboren, Ehebündmsse wurden 50 geschlossen, gestorben sind (einschließlich der Todesfälle im Spit …
(Fleischteuerung.) Aus Hall wird uns geschrieben:. Hier kostet Ochsenfleisch 76 bis 78, Schweinefleisch 74, Kalbfleisch 80 kr. her Kilo mit Zuwage, ohne Zuwage um 5 kr. per Mo Mehr. Es wird bald so weit kommen, daß unbem …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.