Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
TONRÖHREN MIT ODER OHNE ÜBERFLUSS

Kritik an der Regelung bei der Kanalisierung in Morten

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 2. Mai 1904 · Seite 9
Eingesender. (Anfrage zur Kanalisierung.) In Morten, in denen die Wasserspülung bereits eingesührt ist, können die Fallröhren ans Steingut beibehalten bleiben, dort, wo keine Wasserspülung bis jetzt besteht, müssen sie herausgenommen und durch Eisen röhren ersetzt werden. Es frägt sich! nun, sind die Tonröhren deshalb, weil in den betreffenden Aborten die Wasserspülung bestand, andere geworden, als in den Aborten ohne Wasserspülung? Es wird niemand den Hausbesitzern, denen diese Erleichterung gewährt worden ist, dieselbe mißgönnen; es haben aber auch die anderen ein Recht, die jenen gewährte Begünstigung, die doch ihren Grund nicht in der Wasserspülung, sondern Ln den Tonröhren haben kann, auch für sich in Anspruch zu nehmen, denn sind die einen Röhren brauchbar, so möchte man glauben, sind es die anderen nicht weniger. Es ist dieses eine Angelegenheit von nicht geringem Belange für manchen Hausherrn, der nicht ahnend, was alles die Zukunft bringen kann, Tonröhren in seine Aborte einsetzen ließ, und sie nun deswegen, weil er noch keine Wasserspülung eingesührt und deshalb aber auch als loyaler Stadtbürger keinen „Überlauf " hatte, wegwerfen kann. Wo ist da Konsequenz? Vielleicht interessiert sich der H ausherren - Verein für diese Sache.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 2. Mai 1904, S. 9, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7471-kritik-an-der-regelung-bei-der-kanalisierung-in-morten-1904).

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